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erlesenen Wallfahrtsziel geworden ist. Manche bis vor Kurzemvöllig unbekannte Gegenden, besonders der Schweiz , sind damitGemeingut aller Gebildeten geworden. Noch gibt es aber vieleandere, die den weltberühmten Stätten internationaler Stelldicheinan Manigfaltigkeit der Naturreize nichts nachgeben, die Blickejedoch bisher noch wenig auf sich gelenkt haben. Zu diesen ge-hört auch die im Folgenden zu schildernde Gegend insofern, alssie, obwohl der Fremdenwelt längst auf’s Vortheilhafteste bekannt,doch noch bei weitem nicht in dem Masse gewürdigt wird, wie siees bei dem seltenen Beichthum der hier zusammentreffendenlandschaftlichen und anderweitigen Vorzüge verdient.
Das Glarnerland ist zwar nur ein kleines Fleckchen Erde ,691,2 hwfi oder 13 1 /-2 Quadratmeilen gross, kaum zehn Stundenlang und sechs Stunden breit, ein zwischen die KantoneSchwyz, St. Gallen, Graubünden und Uri sich einschie-bendes einziges Thal mit verschiedenen Seitenthälern, ganz imHerzen der Hochalpen gelegen. Aber es vereinigt sich aufdiesem beschränkten Baume die ganze Herrlichkeit einer gross-artigen Gebirgswelt mit allen Vortheilen eines regen, vielge-staltigen, jede Bequemlichkeit darbietenden Lebens, um dieGegend zu einem über die Massen genussreichen Aufenthalts-ort für Einheimische und Fremde zu gestalten. Eine uner-schöpfliche Manigfaltigkeit hochalpiner Naturbilder zu Landund See, majestätische Berge und idyllische Thal- und Ufer-gelände, prächtige Gletscher und Wasserfalle, reizende kleinereAlpenseen, blühende Ortschaften, vorzügliche Bad- und Kur-anstalten, ein gesundes, angenehmes Klima, ländliches Still-leben und städtischer Comfort, leichte Zugänglichkeit undbequemer Verkehr mit Eisenbahnen und Telegraphen bis in’shinterste Dorf, höchst interessante Staatseinrichtungen, getragenvon einer reichen und ruhmvollen Geschichte und selbstbe-wusstem Freiheitssinn, eine hochentwickelte, sehr bemerkens-werthe Industrie neben all den mit Alpwirthschaft und Berg-leben verbundenen eigenartigen Beschäftigungen, für Zeichner,Maler und Naturforscher die ergiebigste Ausbeute an Objektenaller Art, insbesondere für Geologen eines der merkwürdigsten