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Haftn suchten und ihn da bestimmt aufdenSchiffs-werften unter den Matrosen fanden. Er folgtezuerst seinem Oheim Bertandier, damals fran-zösischer Consul in der Levante, nach Seyda,erlernte dort arabisch, hebräisch, persisch undsyrisch, und kam nach einer zwölfjährigen Ab-wesenheit, während welcher er fast die sämmtli-chen Morgenländer durchwandert hatte, nach Eu- ^ropa zurück.
Allein hier weilte er nur kurze Zeit. SeineKenntnisse waren Veranlassung, daß er als Ge-sandter an den Hof des Dey von Tunis gesen-det wurde, wo er das Glück hatte, durch seineBeredsamkeit 300 Christensklaven zu befreien.Außerdem ward er noch von Ludwig XIV. zuverschiedenen Botschaften an den Groß-Emirvon Arabien, d. i. dem ersten Anführer der no-madisirenden Wüstcnaraber, und an den Sul-tan der Osmanen gebraucht.
Einer Erwähnung verdient der in demsel-ben Jahre angestellte neue Versuch, im Nor-den eine westliche Durchfahrt zu finden. DerFranzose Pierre Martin Ma rtinivre, 1653der schon früher in Asien und auf der KüsteWestafrikas gereisct war, befand sich gerade zuKopenhagen, als die nordische Gesellschaft demKönige ihre alten Wünsche und Hoffnungen inneuen Bitten vorlegte. Friedrich III. gab seineZustimmung. Drei Schiffe wurden sogleich aus-gerüstet, und Martiniere erhielt die Erlaubniß,als Schiffsarzt mitzureisen. Gegen Ende Fe-bruars lichtete man die Anker, und besuchteNorwegen, Lappland, Nowaja-Zemlja und dasnördliche Küstengelände von Sibirien. Unser .