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Fünftes Bändchen. Von Humboldt bis zu Parry / von Karl Falkenstein
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Wenn auch des Franzosen Arsenne Thi-i8vo.beault de Berneaud Reise nach Italienund die jonischen Inseln, die er unter Antori-sation der französischrn Regierung während sie-ben Zähren unternommen hatte, weniger Be-deutendes in sich schließt, so ist die Seefahrtdes'Engländers John Tttrnbull's in!8voden großen Ocean um so bedeutender, da be-16«4-sonders der Scharfsinn dieses Reisenden undseine durch nichts zu bestechende Wahrheitsliebedie Europäer, welche sich unter dem Leben auf dengesellschaftlichen Inseln eine idyllische Unschulds-welt dachten, zuerst enttäuschte, die auf densel-ben zunehmende Sitteuverderbniß schilderte, dieBevölkerung und immer steigende Cultur derSandwichsinseln beobachtete, und von Neu-Südwallis höchst belehrende Nachrichten ver-breitete. Er hat in den Jahren 1800 1804die Reise um die Welt gemacht.

Des Lievländers Benjamin Derg-j8ov,mann's nomadische Streifereien unter denKalmücken gaben viel Aufschluß über diesendurch seine altherkömmlichen Sitten, seine ei-genthümliche Poesie und charaktervolle Lebens-weise sehr merkwürdigen Volksstammes. Niehat ein Mann, aus reinem Eifer für die Wis-senschaft getrieben, mehr Selstentsagung bewie-sen, um ein Volk kennen zu lernen, als Berg-mann. Er, arbeitete und schlief mit denaus dem Ertrage ihrer Heerden lebenden undvon einem Weideplatz auf den andern ziehendenKalmuken, und ließ sich keine Mühe verdrießen,wenn er nur dabei etwas von ihrer Spracheund Gewohnheiten erlernen konnte. So lie-