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Die Genera und Species meiner Cetonidensammlung : II. Teil: Tribus Cetonidae, Diplognathidae und Cremastochilidae / von Dr. Gustav Schoch
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Als weitere Namen sind Mer noch zu verzeichnen: van der Poll, Nickerl, Salle, Coquerel,Quedenfeldt, Lansberge, Bedel, Nonfried und besonders Leon Fairmaire , dessen zahlreiche Artenin denAnnales de la Societe Entomologique de France und imNaturaliste beschrieben wurden.

Weitaus am meisten hat aber in neuerer Zeit die Kenntnis der Cetoniden gefördert DoktorKraatz in Berlin , der meist in derDeutschen Entomologischen Zeitschrift (18801885), aberauch an andern Orten zuerst bestrebt war, neue systematische Gesichtspunkte für diese Familieaufzustellen, und einzelne Gruppen, wie die Madagassen, die neuholländischen Schizorrhiniden undeinige afrikanische Lokalfaunen ganz originell bearbeitet hat. Ihm sind wir in unserer Bearbeitunggrossenteils gefolgt, aber allerdings konnten dabei die uns unbekannten Formen nicht verwertetwerden, so trefflich auch die Beschreibungen von Kraatz die Objekte cliarakterisiren.

Spezieller Teil.

V. Tribus Cetoniadae.

(Viele: Mulsant Hist. nat. des coleopt. de France 1871; E. EeitterDeutsche Entom. Zeitschrift 1891.)

Hierher rechnen wir alle jene Formen von der Tracht unserer gewöhnlichen Rosen-käfer, die keine wesentlichen Geschlechtsdifferenzen in der Bildung des Clypeus oder Ent-wicklung der Füsse zeigen, höchstens kleine Unterschiede in der Bezahnung der Vorder-schienen und der Anwesenheit einer Ventralfurche beim cf. Diese Tribus ist über die ganzeErde verbreitet, indessen halten wir absichtlich die Bewohner Madagaskars und Neu-Hollandsdavon getrennt, da kein einziger Repräsentant jener Gebiete so ganz in den Formenkreisdieser Cetoniden passen will. Auch hier ist es am geratensten, rein faunitische Untertribus zuerrichten:

1. Die Bewohner der paläarktischen Zone, 3. Die Süd-Asiaten vom Himalaya an,

2. Die Süd-Afrikaner südlich der Sahara , 4. Die Amerikaner.

I. Subtribus Cetoniae.

Bewohnen die paläarktische Zone, also ganz Europa , Nord-Afrika bis zur Sahara undAsien bis zum Himalaya , also Nord-Asien, Syrien , Persien , Süd-Russland, Nord-China undJapan . Wir können zwei Gruppen unterscheiden, die eigentlichen Cetonien, meist grössereTiere (über V/z cm Länge) und die Oxythyreen, kleinere Arten unter 1 l /z cm.

Dispositio Genebum.

1- Grössere Arten vom Habitus der Cetonia aurata L. (über 15 mm), sehr oft metallisch, meist un-behaart. 2.

Kleinere Arten ohne Metallglanz, oft behaart. 7.

2. Brustfortsatz schmal, die Mittelhüften überragend, zwischen denselben nicht eingeschnürt,nach vorn in einen abgerundeten, stumpfen Knopf endend, der besonders beim cf deutlichnach unten gesenkt ist. Clypeus vorn ausgerandet, cf mit flacher Ventralfurche.

Eucetonia Schoch.