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Die Genera und Species meiner Cetonidensammlung : II. Teil: Tribus Cetonidae, Diplognathidae und Cremastochilidae / von Dr. Gustav Schoch
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Paleira Reiche. Clypeus vorn leicht ausgerandet. Oberseite, besonders Halsschildmit dichtem, braunem Borstenkleid. Halsschild trapezoidal, grobrunzelig ohne Mittelkielund mit abgerundeten Hinterecken, vor dem Schildchen nicht ausgeschnitten, Schildchenspitz. Brustfortsatz nicht eingeschnürt, ziemlich breit und kurz in einen queren Knopfendend, hinter dem ein Haarkranz steht. Vorderschienen nur zweizähnig, die hintern ohneAussenzahn, stark verbreitert, fast dreieckig. Hinterschenkel stark verdickt.

P. femorata Illiger. 910 mm. Südspanien, Nordafrika . Überall gelbborstig be-haart, schwarz, ohne weisse Flecken. Decken ohne deutliche Rippen, grob punktirt.

Tropinota Musant. Clypeus vorn bogig ausgerandet mit vorstehenden spitzigenSeitenzipfeln. Halsschild mit deutlicher Längskante, einfarbig, vor dem Schildchen nichtausgerandet, mit abgerundeten Hinterecken. Schildchen ziemlich spitz. Brustfortsatz sehrkurz, nicht eingeschnüft, breit dreieckig, stumpf endend. Vorderschienen mit drei Zähnen,die hintern mit einem Aussenzahn. Alles dicht und lang grau oder gelb behaarte Artenvon 1213 mm Grösse und sehr gleichförmigem Gepräge, so dass die Arten sehr schwerzu trennen sind. Wir schliessen uns hier ganz der Analyse von E. Reitter an. (1889,Entomolog . Nachrichten.)

1. Die Seitenrippe der Decken hinter den Schultern ist ganz, deutlich und vorn gabelig geteilt.Halsschild etwas vor der Mitte mit zwei kleinen Spiegelflecken. Bauch des cf mit einerLängsdepression.

Die Seitenrippe hinter den Schultern undeutlich und unvollständig, vorn nicht gabelig ge-teilt. Halsschild ohne jene callosen Spiegelflecken. Bauch der cf nicht eingedrückt.

2. Decken mit einer schrägen, dorsalen Längsreihe dichtstehender, kleiner, nicht in die Quere

gezogener weisslicher Makeln. Syrien . vittula Reiche.

Decken mit mehreren gelben oder weissen, grossenteils quergestellten Makeln. Behaarung

gelbweiss, gelb oder sogar rotgelb, oft büschelförmig zusammengedrängt. Süd-Europa,Nord-Afrika bis Syrien . squalida L.

3. Die innern Zwischenräume der tiefen Doppelstreifen nur mit einfachen, vertieften Punktenbesetzt, Behaarung des Pygidiums und der Decken lang, zweifarbig, grau und gelb; aufletztem ziemlich in Reihen geordnet, nicht hüschelig. Turkmenien. turanica Reitter.

Die abwechselnden innern Zwischenräume mit Bogenpunkten. Behaarung einfarbig, grauoder gelb.

4. Clypeus an der Spitze ausgerandet, jederseits mit einem lappenförmigen, oft schwach auf-gebogenem Zahn. Makeln weiss, seltener gelblich, meist etwas quergezogen. Die quere,zackige Seitenmakel hinter der Mitte besteht aus drei konfluenten Punkten. Europa, Nord-Afrika, Kleinasien, Syrien , West-Persien etc. (tonsa Bur. seniculus Menet.) hirtella L.

Clypeus kürzer, breiter, wenig ausgerandet, jederseits mit einem etwas nach vorn undaussen gerichteten, spitzigen Zähnchen. Behaarung gelb, Makeln rundlich, gelb, nicht oderwenig in die Quere gezogen. Die quere, zackige Seitenmakel hinter der Mitte besteht auszwei konfluirenden Punktmakeln, die dritte stets nach innen frei. Turkmenien.

spinifrons Reitter.

Zwei weitere, sehr nahe verwandte Arten (deserticola Lucas und Fatime Coquerelaus Algier) sind mir unbekannt. Sie werden von Reitter in das Genus Enoplotarsus eingereiht, das sich vor Tropinota unterscheidet, dass sein Halsschild keine Längskante,sondern eine glatte Mittellinie oder Längsfurche hat und weisse Längsbinden trägt. Daserste Glied der Hintertarsen ist nach aussen dornförmig verlängert.