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scheiden, die Cetoniaartigen, grossem Protaetien und die kleinern Oxythyrea-Tropinota-■ artigen Glycyphanae, ohne dass eine ächte Protaetia in das alte palaearktische GenusOetonia gestellt werden könnte, wie das leider noch im Catalogus coleopt. von Gemmingerund v. Harold der Fall ist. Auch keine ächte Glycyphana passt in ein palaearktischesGenus, noch weniger ist die Verbindung mit dem madagassischen Genus Euryomia statthaft,die Wallace für die Glycyphanaarten vornahm. Auch das neue Genus Pseudeuryomia istauf asiatische und malayische Formen nicht anwendbar. Im ganzen scheint der Cetonia-typus in Süd-Asien lange nicht die starke Entwicklung erreicht zu haben, wie in Afrika ,und einige Repräsentanten von Glycyphana haben wohl via Sundainseln und Borneo dieneuholländischen Küstengebiete erreicht, ohne in Australien sich weiter ausgebildet unddifferenzirt zu haben.
1. Clypeus über die Mitte mit einem schwachen Kiel durchzogen, eingesattelt, vorn stark aus-gerandet mit stark aufgebogenen, nach aussen gerichteten Seitenzipfeln, so dass der Kopfeine schnauzenartige Endung zeigt.
.— Clypeus von gewöhnlicher Form, mehr oder minder ausgerandet mit blos leicht aufgebogenenSeitenzipfeln, nicht schnauzenartig aufgeworfen.
2. Grünglänzende Cetonien, Decken mit abstehenden Haaren besetzt und zerstreut punktiit.
Halsschild vor dem Schildchen ausgerandet. Chiloloba Bur.
— Graubraune, matttomentirte Arten mit gestreift-punktirten und weisslick gefleckten Decken.Halsschild vor dem Schildchen fast gerade abgestutzt. (Pseudanatona). Anatona Bur.
3. Clypeus tief flachbogig ausgerandet, so dass seine scharfen Aussenränder in zwei etwaskonvergente Hörnchen weit vorstehen. Brustfortsatz schmal in einem nach unten gebogenenZapfen die Mittelhüften überragend. Grosse Art mit langer Nahtspitze, sternoplus Wallace.
— Clypeus vorn leicht und schmal ausgerandet, Brustfortsatz breit, nicht nach unten gesenkt.
4. Grössere Arten von der Form der Cetonia aurata und Verwandten mit vorstehenden langemNahtspitzen beim cf- Clypeus ziemlich breit mit leicht aufgebogenem Vorderrand.
Protaetia Burm.
— Kleinere Arten vom Habitus der Oxythyreen, ohne stärkere Nahtspitze. Clypeus nach vom
meist etwas verengt, ausgerandet. Glycyphana Burm.
Gen. Sternoplus. Wallace. Kopf gestreckt mit Stirnschwiele und spitzvorragenden,etwas konvergenten Vorderzipfeln, zwischen denen der Clypeus flach ausgeschnitten ist.Der über die Mittelhüften verlängerte Brustfortsatz tritt in stumpfem Zapfen stark nachunten gebogen hervor, wie bei den Gymuetisarten. Grosse mattschwarze oder grün tomen-tirte Art mit sehr starker Nahtspitze.
St. Schaumi. White. Um 25 mm. Ceylon. Mattgrün tomentirt, Halsschild vorn undund seitlich rot gerandet, mit zwei roten Flecken an der Basis. Decken mit je zwei un-deutlichen Kippen und jede mit fünf oft verwaschenen roten Flecken. Pygidium mit zweiroten Makeln. Unterseite glänzend-dunkelgrün bis schwarz, letztes Bauchsegment rötlich,die andern seitlich gelb gebändert. Mittel- und Hinterbrust mit rötlichen Seiten. Schenkelgelbrot, Schienen grün oder rot mit dunkeln Knien und Spitzen.
Gen. Protaetia. Burm. Dieses Genus bedarf wohl noch genauerer Trennung .5Untergruppen. Es sind darin eben alle grossem Cetonien Südasiens von gewöhnlichemHabitus vereinigt. Der breite Clypeus ist vorn meist etwas aufgebogen und schwach aus-gerandet, Halsschild trapezoidal mit etwas rechtwinkligen, stumpfen Hinterecken und tieferem■Schildchenauschnitt, von wo die Hinterränder nach vorn geneigt auslaufen, daher eine
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