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Die Genera und Species meiner Cetonidensammlung : II. Teil: Tribus Cetonidae, Diplognathidae und Cremastochilidae / von Dr. Gustav Schoch
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Cetoniaden sind nur durch ein beschränktes Genus in Amerika vertreten und von denübrigen Tribus hat nur diejenige der Gyinnetiden dort eine eigentümliche Entwicklungangenommen, alle andern Gruppen fehlen fast ganz oder sind in sehr spärlichen und starkabweichenden Formen repräsentirt. Ein ganz eigentümliches, rein nordamerikanischesGenus (Stephanucha) ist mir nur in einer Art bekannt.

Gen. Stephanucha Burm. Kleine Cetonien, deren Kopfschild in vier konische, senk-recht gestellte Zähne endet. Auch die über den Fühlergruben liegende Kopfleiste ist zahn-förmig ausgezogen. Das Halsschild hinten abgerundet ohne Schildcheneinschnitt, wie derKopf dicht abstehend behaart und grobrunzelig punktirt. Decken hoch gewölbt, kurz, mitschwachem Seitenausschnitt und nicht verengt nach hinten, dort abgerundet. Brustfortsatzkurz, spitz dreieckig. Beine kurz, Vorderschienen dreizähnig, die hintern mit starkem Zahnauf der Aussenkante.

St, areata F. 12 mm. In Nordamerika . Schwarz mit braunen kurz behaartenDecken, Schildchen ziemlich spitz, schwarz, ebenso eine zackige Längsbinde über die Nahtund die Spitze. Pygidium mit zwei grauglänzenden Flecken.

Gen. Euphoria Burm. In diese artenreiche Gattung fasst man alle cetoniaähnlichenEnormen zusammen, welche das südliche Nordamerika und Zentral- und Südamerika be-wohnen und die ein gewöhnliches Kopfschild haben. Es sind meist kleinere plumpe Cetonidenohne Verschmälerung der Decken. Gewiss werden sich bei grossem Material eine MengeGattungen abspalten lassen. Da es uns hier nicht um Vermehrung der Gattungsnamen zuthun ist (denn das uns vorliegende Material ist zu spärlich) und die von Burmeister abge-trennte Gattung Erirhipis wohl auch kein sicherer Gattungsbegriff ist, so deuten wir nurin der Analyse kurz jene Kriterien an, die nach unserer Ansicht Gattungen bilden dürften.

Die Form des Kopfschildes und des Thorax, die Behaarung und Tracht sind zu verschieden,als dass alle Formen beisammen bleiben könnten, die heute das Genus Euphoria bilden.

1. Halsschild hinten ziemlich abgerundet, vor dem Schildchen ohne Ausrandung. Schildchen

kurz, breit und stumpf, tief punktirt. Clypeus kurz und breit, vorn ausgerandet mit auf-gebogenen Rändern und runden Aussenlappen. Halsschild grob punktirt mit zwei unregel-mässigen grubigen Vertiefungen, abstehend flaumig behaart, schwarz mit gelbem Aussen-rand. Decken kurz, breit, mit zwei Rippen, braungelb, die Naht und einige Längswischeschwarz. Unten braun oder schwarz. Brustfortsatz kurz, verengt, hinter dem queren Endeeine mit Cilien besetzte Quernaht. 11 mm. Texas . Kerni Haldem.

Halsschild hinten mit Schildchenausschnitt. Schildchen spitz. 2,

2. Clypeus gestreckt, spitzdreieckig verengert, an der Spitze abgerundet oder leicht ausge-

randet. Kleinere Arten von 10 mm mit flaumiger, abstehender Behaarung der Oberseiteund kurzem Brustfortsatz. 3.

Clypeus nicht zugespitzt, seltener etwas verschmälert, meist breit, abgerundet oder aus-gerandet. 4.

3. Clypeus an der Spitze abgerundet. Halsschild grob punktirt mit erloschenem Mittelkiel,

schwarz, gelbgrau behaart. Decken grob gestreift-punktirt, mit zwei schwachen Rippenund feinem grauem Haarfilz, kurz und breit, zwischen Naht und Innenrippe nadelrissig,Farbe schwarz mit breitem, braunrotem Humeralfleck und vielen kleinern weissgrauenqueren Randbinden, einige hinter der Mitte konfluiren zu einer kurzen Querbinde; Spitzegrau mit schwarzem Punkt, Pygidium grau. Bauch schwarz, an den Seiten haben die Seg-mente graue Tomentbinden. Mexiko . 10 mm. canescens G. & P.