130
*■ *, *
i
— Mattbraun tomentirt, wie rusticola mit dichter, schwarzer Sprenkelung, von der Tracht derPoecilophilaarten. Grösser als die sehr ähnliche rusticola und an den Seiten der Bauch-segmente und am Ende der Hinterschenkel mit roten Punktflecken gezeichnet. Pygidiutnmit zwei roten Flecken. 20 mm. Yokohama . Sinensis Saunders.
VII. Tribus Cremastockilidae.
Diese eigentümliche Cetonidengruppe bildet die Partie lionteuse der meisten Samm-lungen und ist demnach auch in der meinigen sehr spärlich vertreten. Es mag das wohlmit der teilweise unterirdischen Lebensweise der meisten Arten Zusammenhängen, denn siewerden eben nur einzeln und selten gefangen, etwa gemeinsam mit Coprophagen oderCaraben, nur etwa die Genera Macroma, Spilophorus und Cymophorus dürften als Imagines•die Lebensweise der übrigen Cetoniden teilen, d. h. offen auf Blumen sitzen und sich vonNektar oder Baumsäften nähren. Doch wissen wir ja von der Lebensweise dieser tro-pischen Tiere überhaupt nichts und ihre Larven sind ganz unbekannt. Sie kommen ebennur als Resultate einer eiligen Exkursion in europäische Sammlungen.
Der Charakter dieser Gruppe liegt in der eigentümlichen Umbiegung des Clypeus,dessen Vorderrand meist scharfkantig nach unten umgeschlagen ist, während er bei denübrigen Cetoniden gerade aus oder eher nach oben aufgeschlagen erscheint. Damit ver-bunden ist eine gestreckte Unterlippe und ein meist lappenförmig vergrössertes erstesFühlerglied, welches von der Seite die Mundwerkzeuge vollkommen abschliesst, wie dieUnterlippe von unten und der Clypeus von oben und vorne. Es wird so eine Art Visirgebildet, an dem die Umbeugungskante des Clypeus den vordem Stemmpunkt beim Grabenin der Erde bildet. Oft hat in der That die Kopfspitze eine schweinsrüsselartige Form.Die Decken haben, wie die der typischen Cetoniden, einen deutlichen Humeralausschnitt,hingegen ist der Brustfortsatz im allgemeinen klein und wenig entwickelt, oft nur als kurzes:Spitzchen zwischen den Mittelhüften eingeklemmt. In der Form des Halsschildes herrschtgrosse Verschiedenheit, indem hier Formen Vorkommen von gewöhnlicher Trapezoidalkontur,solche mit ausgezogenem Hinterlappen wie Macronota, meist aber von rundlichem oderhexagonalem Umfang, wie bei den ächten Goliathiden. Die Stigmen des letzten Segmentesstehen meist auf Höckern oder sind röhrenartig ausgezogen. Die Scapulae sind meist kleinoder bedeckt. Alle bewohnen die Tropen Asiens und Afrikas , nur ein kleines Kontingent•die warmen Teile Amerikas .
Auf den ersten Blick lassen sich die Cremastochilen in zwei Subtribus trennen nach•der Form des Halsschildes, welches dem ganzen Habitus das Gepräge verleiht, dies ist vongewöhnlicher, trapezoidaler Form, seltener hinten in einen kurzen Mittellappen erweitert(Macromidae), oder es ist von rundlicher oder hexagonaler Kontur (Cremastochili).
I. Subtribus Macromidae.
1. Halsschild hinten in einen stumpfen, aber kurzen, deprimirten Lappen ausgeschweift, dieDepression erstreckt sich auch über das Schildchen und seine Umgebung, wie bei Macronota.Brustfortsatz zwischen den Hüften eingeschnürt, vor denselben in eine flache Platte erweitert.
Macroma G. & P.