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Jahrbuch der Reisen und neuesten Statistik / in Verbindung mit einigen Gelehrten herausgegeben von Karl Friedrich Vollrath Hoffmann
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DaS Alpengebirge.

lehrte und Künstler, das grosse Gebirge zu besuche», und sich «inenallgemeinen Uebcrblick darüber zu verschaffen wünschen, habe ich vor-zugsweise im Auge, weniger die Extrapost-Reisenden, die ankommen,ihre Namen einschreiben, um dadurch zu bezeugen, daß sie an Ortund Stelle gewesen, und ohne etwas anzusehen, sich weiter begeben,so wie die Empfindsamen, die in gewöhnlichen, vierschrötigen Bauern-mägdchen Mimilis sehen, und Nektar zu trinken glauben, wennein schmutziger'Hirt ihnen die kräftige Milch reichlich mit Wasserverdünnt hat. Die Herren, welche rüstig und gut zu Fuß sind, sowie die Damen, welche sich nicht scheuen, wo es nicht anders seinkann, einige Tagereisen zu Fuß zurückzulegen, werden das Meistesehen, und den größten Genuß von ihrer Reise haben. Ich sahFrauen der höchsten Stände, am Abende nach der Fußwanderungsehr wohl und munter, und auch einige Engländerinnen, welche sichauf den Schultern zweier Männer, auf Stühlen, die an Stangengebunden waren, über die Gebirgspässe schleppen ließen, denen dasMahl weit weniger behagte, als denen, welche gewandert waren.Der Wanderer kann sich hinbegeben, wohin der Fahrende und derReiter ihm nicht folgen können. Er findet leichter ein Unterkommen,und worauf doch Mancher zu sehen hat, er hat viel weniger zubezahlen. Zu der Schweiz ist es nicht selten der Fall, daß alle die,welche mit Bedienung und Gepränge reisen, ohne etwas mehr dafürgehabt zu haben, ihre blos« Art zu reisen, stark mit ihrer Börsebüßen müssen. Engländer sind in der Schweiz, in dieser Beziehung,in der Regel am schlimmsten daran, denn der bloss Name:Eng-länder" muß zuweilen schon bezahlt werden, während Deutsche ambesten durchkommen. Nur vier Mal, aber da auch ordentlich, binich geprellt worden, in Brieg, im Wallis, im kkötel 6'HnAleterro(1820); in Lintthal, im Kanton Glarus, im Wirthshaus« zum Se-chen (1821); in Schaffhausen, in der Krone (1821), und auf demRigikulm (1821). In sehr vielen Strichen kann man sich, wennman erst einigermaßen bekannt ist, seine Rechnung, ohne den Wirth,machen, z. B. im berner Oberlande, wo man bei guter Bewirthungso zu sagen stehend« Preise findet. In der größeren, östlichen, Masseder Alpen, vorzüglich in Tirol und im baiernschen Gebirge, nament-lich im Letzter», reiset man, besonders zu Fuß, »»gemein billig,und braucht nur '/,, ja zuweilen nur '/» so viel, als in der