Die Insel Java.
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lllte Die Vornehmen kleiden sich sehr kostbar und bunt, so daß ein
aus erst angekommener Europäer versucht ist, sie für Theaterfürsten zu
nst- halten. Die langen, schwarzen, mit Kokosöl glänzend gemachten
rem Haare sind hinten ans dem Kopfe zusammengeflochten, und mit einem
>ag, farbigem Tuche auf eine zierliche Weise, beinahe in Form eines Tur-
»ur bans, bedeckt. Eine Zacke von Sammet-, Gold-, Silber- oder Sei-chen Anstoss, mit Gold- oder Silbertressen beseht, und reich gestickt, hat
18 goldene Knöpfe, den» diese Zahl ist heilig, wie die Zahl 9 . Dernke. vordere Theil der Jacke ist meistens gelb oder roth gefuttert, denn
>go- diese beiden sind Lieblingsfarben, und werde», wo es nur möglich
'vrt, ist, auf Kleidungsstücken angebracht. Hemden sind nicht im Gebrauch;
den Statt derselben werden weiße Unterwelten, ohne Kragen, je nach den
>go- Vermögensumständen, mit 18 diamantenen, achatene» oder andern
zen. Knöpfen versehen, getragen. Die Beinkleider sind gewöhnlich mit
3» den Jacken aus gleichem Stoffe, und auf den Nähten mit breiten
lasse Gold- und Silbertressen beseht. Neben diesen Kleidungsstücken wird
?ren oft, besonders zur Bequemlichkeit, ein weites seidenes oder baumwol-
aer- lenes Kleid, Sarong genannt, getragen, das vom Gürtel bis an
chen die Füße reicht, und eine sehr angenehme, kühle Bedeckung ausmacht.
Stiefel» werden selten, dagegen Schuhe und Pantoffeln mit langen»nd Schnäbeln, oder auch ohne diese, getragen. In einigen Gegenden
der der Insel trägt der Nadeen (Edelmann), als ein Zeichen seines
be- Ranges, einen Gürtel von handbreiten Goldborten, vorne mit c'nem
Lel- massiv goldenen, oft mit Edelsteinen besetzten, Schlosse. Außerordent-
Ge- lich kostbar sind die Waffen, welche ihnen über Alles theuer sind.
im- Der Kris (Dolch) hat eine gerade oder schlangenförmige Klinge;
>ün- der Bad eh (Dolch) hat eine gerade Klinge und gebogenen Griff;
> in der Gollong, Klewaug und Tjondreh sind eine Art Hirschfän-
ng) ger. Ei» breites, kurzes Messer, das am Hofe getragen werde» muß,
Ko- heißt Wadung. Die Dolche werden bald auf der rechten, bald auf
ge- der linken Seite, und, aus Ehrfurcht, auf dem Rücken getragen,
ilie Es giebt Dolche, welche einige tausend Piaster werth sind, und von
als denen die Klingen allein oft 290 bis 300 ' Gulden kosten. Um dieß
Der zu erklären, muß bemerkt werde», daß die Scheiden von Gold und
azu, mit Diamanten und Rubinen beseht sind. Die Klingen sind damas-
oder zirt, und haben ihre» geringeren oder höheren Werth nach den dar?
uns befindlichen Figuren und Zügen, die Pamor genannt werden.
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