Die Pampas und ihre Bewohner.
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cheren Viehzüchter gezählt, von welchen viele 100.000 bis 150.000Stück Hornvieh nnd Pferde besaßen.
Durch die Verminderung der Heerden ist gegenwärtig der Dienstder Hirten bedeutend leichter geworden. Es genügt jetzt, wenn jederttnterhirte einige Mol in der Woche nach seiner Abtheilung sieht.Zweimal im Jahre versammelt der Catapaz die ihm untergebeneHeerde, welche abthsilungsweise in einen grosten, entweder mit Holz-prügeln oder mit einem Erdwalle umgebenen Platz (koäoo) getrie-ben wird. Die jungen Stiere werden nun gefangen und verschnit-ten, das altere Vieh ausgemärzt und geschlachtet. Die übrige Zeitdes Jahres bringen die Hirten mit Zähmung der zum Dienst nöthi-gen Pferde, und größtentheils im Müßiggänge zu. Zuverlässig sind siedie rohcsten Menschen auf dem Festlande Südamerika; «ine natür-liche Folge ihrer Erziehung, welche durchaus nur darin besteht, rei-ten zu lernen, was sie im Alter von sechs Jahren gut können. Dadiese Menschen, von der zartesten Jugend angefangen, nichts um sichher erblicken, als Flüsse, unermeßliche Grasebenen, und ihre rohenGefährten, welche sich nur damit beschäftigen, Thiere zu fangen undzu todten, so gewöhnen sie sich natürlicherweise an eine Lebensart,welche von der des Wilde» wenig verschieden ist. Die dem Thier»ähnlich Aufgewachsenen sind eben so gleichgültig gegen die Bequem-lichkeiten des Lebens, als gegen Sittlichkeit und Schamhaftigkeit.Sie tbdten einen Menschen so gelassen, als ein Stück Vieh von ih-rer Heerde. Glaubwürdige Männer erzählten, daß im vorletztenKriege der Brafllier gegen die augränzendcn Bewohner der BandaOriental, diese, und zwar die Gauchos, oder Hirten, sich ein beson-deres Vergnügen daraus gemacht hätten, ihren Gefangenen von denNegern lebendig die Haut abziehen zu lassen, oder sie in frische Och-senhäute einzunähen, und sie dann der Sonne auszusetzen, oder sie indie Nähe eines Feuers zu lege», bis sie, halb gebraten, oder von derallmählig einschrumpfenden Haut immer enger zusammengepreßt, un-ter unbeschreiblichen Martern ihren Geist aufgaben. Freundschaft,Vaterlandsliebe und alle bessern Gefühle, welche den Menschen vornunvernünftigen Thiere unterscheiden, sind ihnen gänzlich unbekannt.Beim Herannahen des Todes zeigen sie die höchste Gleichgültigkeit,und nie wird man sie über körperliche Schmerzen klagen hören. Füh-len sie ihr Ende kommen, so geben sie höchstens dadurch einige Be-