Die Pampas und ihre Bewohner.
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Annäherung der Bordüre» verkündigte. Wir beeilten uns die übri-ge» einzuberufen, befestigten einen Theil des Rindviehes, welchesuns Mangel an Raum nicht in die Verschanzung gebracht werdenkonnte, mit den Hörnern aneinander; sechs entschlossene Männerverbargen sich mit ihre» Gewehren hinter dasselbe, und die Kanonenwurden auf den schwächsten Punkt der kleinen Festung geführt, undhinter den Zweigen von Pfirsichbäumen verborgen. Gleich daraufzeigten sich die langen Lanzen der Indianer, welche uns das hoheGras noch verbarg, und wenige Augenblicke später hatten sie uns imweiten Kreise umzingelt. Sie waren, wie gewöhnlich, ganz nackt.Und gegen 400 Köpfe stark. Ihre Haare waren am Wirbel festzusammen gebunden, und flatterten im Winde umher, was ihnen einhöchst wildes, kriegerisches Aussehen gab. Als sie sich dem Wasteauf Schußweite genähert hatten, stießen sie zugleich ein durchdrin-gendes, herausforderndes Geschrei aus. Aber meine Gefährten wa-ren bereits durch mich gewarnt, sich nicht daran zu kehren. DieWilden haben Furcht vor dem Knaste, und der Wirkung des Feuer-gewehrs; aber die Erfahrung hat sie belehrt, daß, wenn es abge-brannt wurde, einige Zeit erforderlich ist, um es wieder zu laden.Sie suchen daher ihre Gegner zum vorzeitigen Abfeuern zu reizen,und stürzen sich dann mit dem größten Ungestüme auf sie, und derErfolg ihrer List war ihnen meistens günstig. Als sie sahen, daßwir ruhig blieben, näherten sie sich mit größerer Zuversicht demWaste. In demselben Augenblicke feuerten wir unsere Kanonen ab.Die Kugeln schlugen in den dichtesten Hausen, und tödteten zwei un-serer Feinde. Flüchtend stürzten sie sich nun auf die kleine Heerdevor der Verschanzung, und schleuderten ihre Bolas unter sie. Aberunsere Vorsicht verhinderte die vordersten der Heerde sich los zu rei-ßen, und zu gleicher Zeit feuerten unsere Gefährten, auf große Nähe,ihre Gewehre, wahrscheinlich mit vielem Erfolge, ab, denn wir sa-hen über die Körper mehrcr Blut Herabströmen. Von diesem Au-genblicke an bemächtigte sich ihrer gänzliche Muthlosigkeit, welche sichihren Pferden mitzutheilen schien, denn ehe wir zum zweiten Mal«geladen hatten, waren sie uns aus dem Gesichte verschwunden. Seitdieser Zeit wagten es die Barbaren nicht mehr, sich meiner Wohnungzn nähern."