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Johannes Kepler, der grosse Astronom Deutschlands, in seinem Leben, Wirken und Leiden
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christlicher Zucht in das 12 Jahr anfgeharct, bis aus priestcrlichc Trauungehelich verpflichtet und versprochen und den christlichen Kirchgang in derStadt Escrding auf den 30. jetzt laufenden Monats Oetobris um 12 Uhr,wie dann folgends die hochzeitliche Ehrcnfreude alda beim goldenen Leuenmit göttlicher Verleihung zu halten angestellt Und uns darauf im Nah-men der löblichen Stände diess Lands durch Abgesandte dabei zu erschei-nen, berufen, mit mehreren angehört und vernommen, wünschen hieraufEuch und Eurer lieben Jungfrau Braut von dem lieben Gott seinenreichen Seegen, Glück, Heil und alle Wohlfahrt und wie wir Euch allenangenehmen Willen zu erzeigen geneigt; als wollen wir's sonderlich diess-falls Eurem Begehren nach gern im Werk erweisen, weilen es aber ausmehrerlei Verhinderung anjetzo nicht geschehen könne, so haben wir auswohlmeinender Affection Verordnung gethan, dass Euch ein Trinkgeschirrvon 40 bis 50 fl, aus unserm Einnchmeramte zugestellt werde, das mögetIhr durch eine Euch selbst auf der Hochzeit angenehme Person unsert-wegen präscntiren lassen, welcher wir Euch zur Wieder-Antwort nicht vor-halten sollen, Gott mit uns,«

So saß nun der »große Johannes« an der Seite des lieblichenSuschen von Esferding, und das war wohl das schönste »Johannes-fest«, welches jemals gefeiert worden ist.

Nunmehr widmete sich Kepler mit allem Eifer seinen mathe-matischen und astronomischen Studien, endlich nebenbei der Profes-sur der Mathematik an der Landschastsschule zu Linz , verfertigtemanch treffliches Instrument für diese seine Studien und arbeitete ins-besondere an den Landesmappen und rudolsinischen Tafeln. Interes-sant und von geschichtlichem Werthe ist der Bericht, den er unterm20. Mai 1616 den Landständen über diese und Verfertigung dieserrudolsinischen Tafeln, sowie über die der Landmappe erstattete.

Für Freunde der wissenschaftlichen Forschung sei sein Wort-laut beigefügt:

Ehrwürdige Wolgeborne Herrn, Gestrenge, Edle, Gnädige und gc°piettcnde Herren,

E, Gn, wissen sich zweivels ohn noch wol zu erinneren, wassmassendenselben Ich bey neulicher der Löblichen Stände zusammenkunfft etlicheExcmplaria meines Tractats, so Ich im verschinen Jahr von der Öfter-