(ii. Zunft. Zellen.)
H3
In Arabien, Aethiopien. Wird jetzt in allen heißenLandern angepflanzt, besonders in Westindien. Die Sa-men sind die bekannten Caffcebohncn.
Ich habe in Aegyprcn in einem Gewächshaus einenBaum gesehen, welcher die allgemein verbreiteten Lonoder Lun genannten Samen hervorbringt und woraus alleAcgyptier und Araber das gemeinste Getränk bereiten, wel-ches sie statt Wein trinken und das in Wirthshäusern wiebey uns der Wein verkauft wird; es heißt Loavs. DieseSamen kommen aus dem glücklichen Arabien. Der Baumsieht aus wie doch sind die Blätter dicker,
härter und immergrün. Man braucht den Absud zurStärkung des Magens und Beförderung der Verdauung,zur Hebung der Verstopfung und der Leber- und Milzansschwellungen; besonders schlürfen ihn die Weiber bestän-dig zur Zeit der Reinigung. (?i-okp. 1534.)
In unseren Treibhäusern wird dieser Baum nicht über)5 Füß hoch, und lebt nicht über 15 Jahr. In Arabienaber und selbst bey Batavia wird er 30 bis 40 Fuß hoch,4 --5 Zoll dick; auf den Antillen läßt man den Stammnur etwa 4 Fuß hoch werden und sich dann in die Kroneausdehnen, welche wie die eines Apfclbaums aussieht.Er lebt daselbst nicht über 20 —Zo Jahre, weil die Wald-ströme den Boden wegschwemmen. Der Baum soll ausAethiopien nach Arabien gebracht worden seyn, wo er auchnicht wild wächst, sondern angepflanzt wird. Dieß ist derMocka-Caffee und der beste. Die Europäer haben nunAnpflanzungen auf Java, Ceylon, Ils äs bb-triLs undLourbon, auf den Antillen, der Insel und in
Surinam; haben es aber noch nicht dahin gebracht, denCaffee so gut zu liefern wie Arabien. Die Pflanzungen inArabien sind vom Meer entfernt, auf gutem Boden, nachder Morgenseite, bey mittlerer Hitze und mäßiger Feuch-
Okeris Nat. E. U. Botanik, r. t>- H