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(IZ. Zunft. Spillen.) 723
hoch, und laßt wie ein Apfelbaum die Aeste zur Erde hän-gen. Das Holz ist hatt und gut zum Schiffbau, voll vonGummi, welches im Sommer von selbst ausflieste und anKlarheit und Wohlgrruch dem arabischen nicht nachsteht.Wachst nur auf trockenem Sandboden. Blatter wie beymNußhaum (stehen sirderartig au den Zweigen), abfällig,im Frühjahr schön roth und wohlriechend; Blumen sehrschön, geschäckt, bisweilen rosenfarben und so wohlrie-chend, besonders Morgens, daß sie im Herbste den gan-zen Wald mit ihrem Geruch erfüllen, einzeln an Zweigen.Im December kommt über dem Apfel, (welches nichts an-ders als der verdickte, fleischig gewordene Blükhenstiel ist),eine bohnenförmige, graue Castanie mit sehr beißendem Oelunter der Schale, so daß man sie nicht zerdrücken darf.Man wendet es gegen bösartige Geschwüre und faulesFleisch an. Ist die Castanie aber reif, so wird das Oelmild, der Kern eine sehr leckere Speise. Den Brasilianernist sowohl diese Eichel als der Apfel seit Jahrhunderten einNahrungsmittel, wie ehemals die Eicheln den Arcadiern»Um dieser Frucht willen führen st« oft mit einander Kriege,und die Sieger schlagen daselbst so lange ihr Lager auf, bisdie Früchte verzehrt sind. Dieses dauert durch den Decem-ber, Jänner und Hvrnung. Reif ist der Apfel sehr gesundund schmackhaft, unreif aber beißend. Er gleicht einerBirne, ist goldgelb, an der Sonnenseite rosenroth undriecht sehr gewürzhaft; sehr schwammig und saftreich, ohneSamen. Wird roh und gekocht gegessen, auch mit Zuckereingemacht. Die Eingebogen machen einen guten Weindaraus, der sich jahrelang halten läßt, auch Branntweinund Essig. Die Castanien gleichen den Hasennieren, schme-cken mit etwas Wein und Salz wie Wallnüffe, geröstetoder mit Zucker eingemacht noch viel angenehmer, und kom-men daher zum Nachtisch. Das Gummi gegen Vorhaltung
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