Die Gesteine.
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empordringende Eruptivgestein von diesen letzteren durch gewaltsame Zer-trümmerung losgerissen hat. Nach der Beschaffenheit des als Bindemittel auf-tretenden Gesteines werden sie bezeichnet z. B. Basaltbreccie, Porphyrbreccie u. a.
51. Thone. Aus der Zersetzung von Silicatgesteinen gehen verschieden-artige Producte hervor, die im Wesentlichen als wasserhaltige Silicate der Thon-erde, gemengt mit andern Silicaten, mit Carbonaten und mit Quarz zu bezeichnensind. Die reinste Varietät dieser Thone ist der Kaolin, meist von fast ganzweisser Farbe, oft durch geringe Mengen von Eisenoxyd gelb oder braun gefärbt;eine erdige, zerreibliche Masse, die unter dem Mikroskope eine Zusammensetzungaus verschiedenartigen, auch krystallinischen Partikeln erkennen lässt. Der Kaolinist das wichtigste Material für die Porzellanfabrikation. Er geht aus der Zersetzungder orthoklashaltigen, granitischen Gesteine hervor, die oft in situ mit Beibe-haltung ihrer Struktur in Kaolin sich umwandeln.
Thone sind nur weniger reine Kaoline, meist durch Eisenoxyde braun oderroth, durch Eisenoxydulsilicate grün, durch Pyrit oder kohlige Substanzen grauoder schwarz gefärbt. Lehm ist durch Quarzsand, neugebildeten Glimmer undEisenoxyd verunreinigter Thon. Nach ihrer Verwendung oder ihrem Gehalte anbesonders wichtigen Mineralen oder ihrer genetischen Beziehung zu gewissenGesteinen werden verschiedene Thone unterschieden: Töpferthon, Walkerde,Salzthon, Alaunthon, Basaltwacke (pag. 49), Septarienthon u. a.
Löss (Bd. I. pag. 77) ist ein weit verbreiteter ganz besonders durch einen Kalk-gehalt ausgezeichneter Thon, welcher zahlreiche Mergelconcretionen, die sogen.I,össkindel und charakteristische Landschnecken, Säugethierreste u. dergl. enthält.
52. Sand, Kies, Gerolle, Geschiebe sind lose Anhäufungen von Gesteins-bruchstücken von verschiedener Grösse, die von ihrer ursprünglichen Lagerstättefortgeftihrt und an anderem Orte niedergelegt worden sind. Wasser oder Eishaben diesen Transport bewirkt. Auch der • Wind vermag Sandanhäufungenhervorzurufen (Bd. I. pag. 77). Da unter allen Gemengtheilen der Gesteineder Quarz eines der widerstandsfähigsten und härtesten ist, so ist es ganznatürlich, dass er in diesen Gesteinen, die die Trümmer älterer Gesteine sind,eine ganz vorherrschende Rolle spielt. Neben ihm erscheinen fast immer nuruntergeordnet mannigfache Mineralbestandtheile: Glimmersand, Magnet- oderTitaneisensand, Arkosesand (mit Feldspath ), Glaukonitsand u. a.
Durch Verfestigung vermittelst eines Bindemittels werden aus losen Sanden Sandsteine, aus Gerölleanhäufungen Conglomerate und Breccien.
IV. Entstehung der Gesteine.
Nach ihrer Bildung lassen sich die Gesteine natürlich nur soweit in bestimmteGruppen bringen, als ihre Entstehung überhaupt feststeht. Da dieses für einesehr wichtige Gruppe, die der granitischen Gesteine und krystallinischen Schiefernoch keinesweges der Fall ist, so kann für diese nur hervorgehoben werden, dassbei der so vollkommenen Uebereinstimmung ihrer mineralogischen Bestandtheilees kaum anders denkbar ist, als dass auch die Processe ihrer Entstehung vielGemeinsames haben. In dem Artikel »Metamorphismus« wird insbesondere aufdie Vorgänge der Umbildung echter Sedimente in krystallinische Schiefer einesNäheren einzugehen sein. Es wird auf diesen Artikel verwiesen.
So viel aber scheint für die ganze Gruppe der granitischen Gesteine undihre porphyriseben und glasigen Modificationen doch schon als feststehend geltenzu können, dass sie im Wesentlichen als Erstarrungsproducte schmelzflüssiger