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In den Niederlanden ist man auf diesen Anfall we-nig vorbereitet, oder wenigstens schlecht eingerichtet. Diezahlreichen Festungen stnd zum Theil mit ungenügendenBesatzungen versehn, leiden Mangel an Lebensrnitteln undandern Ausrüstungsgegenständen, haben untreue Söldneroder unerfahrne Eingcborne zu Gouverneurs und aufrüh-rerische, widerspenstige Bürgerschaften. Die Regierung istin zwei Parteien gespalten, ohne Einheit und Sicherheitin ihren Maßregeln; nur im letzten Augenblick wird derPrinz von Oranien nicht ohne großen Widerspruch alsGcneralkapitain an die Spitze der disponiblen Truppen ge-setzt, worauf er mit 25,000 Mann eine Stellung hinterder Pssel bezieht, als den zugänglichsten Theil der republi-kanischen Grenzen.
Als die französische Armee noch unentschlossen ist aufwelchem Wege sie eindringen soll, hört Condr-, welcher mitder Avantgarde gegen den Rhein (auf dessen rechtem Uferüber Elken) vorgegangen ist, daß dieser Fluß unterhalbSchenken-Schanz, also das Stück zwischen Waal undPssel zu durchwadten sei- Es wird untersucht und obglcichsich findet, daß etwa hundert Schritte durchschwömmenwerden müssen, so beschließt man doch den Übergang aufdiese Weise zu unternehmen, weil jenseit kein Feind sichhat sehen lassen. Am 12. Juni findet der berühmte Über-gang bei TollhuyS mit etwa 6- bis 6000 Pferden statt,während der General Würz von den Niederländern mitein Paar schwachen Kavallerie-Regimentern herbei eilte, abernicht im Stande war, das Unternehmen gegen den Bethanzu verhindern. Ludwig XIV. läßt hierauf eine Brückeschlagen und geht mit der Armee über.
Der Prinz von Oranien sieht auf diese Weise seinenrechten Flügel bedroht. Er wirft daher irr Docsburg,