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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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hauptet (so wie schon oben erwähnt) eine Art von Neu-tralität, die freilich nicht eine vollkommene, aber den Fran-zosen doch so wichtige ist, daß sie sich wohl hüten, e6 zustrenge damit zu nehmen. Sobald die Franzosen in derNähe sind, gestatten sie den Deutschen den Gebrauch derBrücke nicht, so wie die Franzosen entfernt sind, erlaubensie den Übergang, werden dafür von den Franzosen etwasunhöflich angelassen, aber doch nicht feindlich behandelt.Im Jahre 1674 lassen sie sogar zu, daß die Deutschenden Brückenkopf besetzen. Im Jahre 1675 gestatten sie,daß Montecuculi in ihrer Stadt seine Verpssegungsanstal-ten einrichtet und sich eine Schiffbrücke und zwei fliegendeBrücken zurichten läßt, welches alles er, so lange Turcnneihn von Straßburg trennt und den Rhein sperrt, nichtan sich ziehen kann, welches aber doch, der Neutralitätunbeschadet, hatte eingerichtet werden können.

§.27. -

Die Strategie in Turennes und Montecuculis letztemFeldzuge.

Dieser Feldzug ist so berühmt, weil er von der Mi-litairkritik verherrlicht und als Muster einer weisen hoch-auögebildctcn Kriegführung betrachtet worden ist. Darumist es nothwendig, daß wir einen prüfenden Blick desunbefangenen Urtheils auf seine strategische Seele werfen,wenn wir uns dieses Ausdrucks bedienen dürfen.

Montecuculi ist als der Angreifende zu betrachten,denn so schwach auch in jener Zeit in den meisten Fallendies Verhältniß hervortrat, so scheint doch dieser Punktin den Nachrichten, die wir davon haben, noch am bestenausgemacht; er sollte die Schmach der vorigen Fcldzugeswieder gut machen, wenigstens den Krieg in den Elsaß