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Kurs der Taktik und Strategie und Plan zur Vertheidigung der Schweiz gegen Frankreich im Jahr 1838 / aus dem schriftlichen Nachlass von Bruno Uebel
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und Basel. Diese müssen natürlich zeitig in Dertheidigungszustand ge-setzt werden. Diese Punkte üben einen großen Einfluß auf die Opera-tionen aus; in wiefern, werden wir aus den folgenden Kombinationennäher ersehen.

2 Erste Aufstellung der Armee.

Sobald der Krieg wahrscheinlich ist, muß die Armee aufgebotenwerden, und eine strategische Aufstellung einnehmen. Bei dieser Gele-genheit müssen wir eines Mißverstandes gedenken, der schon viel Scha-den gethan hat. Es ist nämlich bekannt, wie viel Werth Napoleondarauf legte, in der Schlacht ein Korps in Reserve zu stellen, welchesfür den letzten Augenblick aufgespart wurde. Dieses Prinzip der Re-serven ist für das Schlachtfeld vollkommen begründet. EinigeKriegskünstler haben aber die Sache verwirrt aufgefaßt, und jene Regelauch auf die strategische Aufstellung anwenden wollen. Zn derArt, daß wenn z. B. ein Staat über 100,000 Mann zu verfügen hatte,er bei Eröffnung des Feldzugs nur 60,000 Mann in die erste Linie rü-cken ließ, die übrigen 40,000 Mann sollten dann während des Feldzugs,wenn das Bedürfniß käme, ins Feld rücken. Wie unheilbringend solchesVerfahren ist, liegt auf der Hand. Der Feind kann mit 70 oder 80,000Mann unsre erste Armee schlagen, er verfolgt sie rasch und reibt sieauf. Unsre 40,000 Mann frischer Truppen kommen wahrscheinlich garnicht mehr zur Vereinigung; in jedem Fall sind sie zu schwach, um dennun übermächtigen Sieger zu bezwingen, sie werden in die Niederlageunsrer ersten 60,000 Mann mit hineingerissen, und dienen blos, um dieTriumphe des Feindes zu vermehren. Jene kleinliche Besorgniß »nichtAlles auf einmal aufs Spiel zu setzen" war es, weßhalb 100,000Mann Preußen von den feindlichen 80,000 Mann geschlagen wurden.

Im Jahr 1796 war Buonaparte mit einer Armee von etwa 40,000Mann bis Manrua vorgedrungen und belagerte diese von einer östrei-chischen Garnison vertheidigte Festung. Die Oestreicher sammelten inTyrol und Kärnthen neue Kräfte, und machten im Laufe eines halbenJahres fünf Versuche, um Mantua zu entsetzen. Sie verwendeten dazujedes Mal eine Armee von 4550,000 Mann. Die Oestreicher wurdenbei jedem dieser Versuche geschlagen, und verloren jedes Mal an Todten,