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Kurs der Taktik und Strategie und Plan zur Vertheidigung der Schweiz gegen Frankreich im Jahr 1838 / aus dem schriftlichen Nachlass von Bruno Uebel
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növres begegnen müssen. Da könnte nun leicht einer unsrer Divisions-kommandanten alles verderben. Wir müssen dann zurück, kommen inEile hinter die Aar, und verlieren bei der Gelegenheit vielleicht nochdie sonst so sichern Vortheile der Flußvertheidigung.

st. Wenn die Franzosen mit der Hauptarmee nur auf der Straßeüber Pierrepertuis vorrücken, so scheint es viel zu versprechen, die Aarindirekt, vermittelst einer Aufstellung hinter der Zihl, von Nidau bis zurMündung, zu vertheidigen. Es wird nämlich angeführt, der Feind könnenicht über die Aar gehen, wenn wir mit unserer ganzen Armee an derZihl, in der Nähe seiner Rückzugslinie, stehen. Nehmen wir aber eineAufstellung am rechten Ufer der Zihl, so müssen wir auch die Brückenüber dieses Flüßchen abbrechen, da wir uns nicht füglich mehr in wei-tere Fortifikationsanlagen einlassen können. Sind aber die Brückeneinmal abgebrochen, so ist es für uns schwer, jenseits wieder in die Of-fensive überzugehen. Wir haben zwar einen Pontontrain; aber auchbei der besten Armee ist man nicht sicher, daß ein Flußübergang in ei-nem gegebenen Augenblick gelinge; unsrer jungen Armee dürfen wiraber auf keinen Fall das so komplizirte Manövre eines Flußüber-gangs zumuthen. Unter solchen Umständen kann der Feind leicht unsreZihlstellung mit der Hälfte seiner Macht masquiren, während die andreHälfte ganz in der Nähe bei Büren übergeht, wo der Aarbogcn denFranzosen so günstig liegt. Da wir von der Zihlstellung aus nurbei Aarberg über die Aar gehen könnten, so kämen wir beim Ueber-gangspunkt der Franzosen jedenfalls zu spät an. Als große Offensiv -Defensivstellung scheint uns also die Zihl im gegenwärtigen Fallnicht geeignet; wohl aber als Beobachtungsaufstcllung eines kleinernTheils unsrer Kräfte, um dadurch zugleich die Besetzung der Aar vonAarberg bis zur Zihlmündung überflüssig zu machen.

Sobald sich also entschieden herausstellt, daß der Feind mit seinerHauptmacht einzig auf der Straße von Pierrepertuis vordringt, so tref-fen wir folgende Unordnungen:

2. Division bleibt in der Gegend der Klus bei Nieder - Bipp.

3. „ im Lager von Solothurn, um es gegen den ersten An-

griff zu vertheidigen.

(Die 7., 1-, 5. und 6. Division haben natürlich Posten an der Aar.)