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birge vorzuschieben, zog sich Prinz Heinrich näher an dieElbe und nun war seine Hauptstcllr-mg von Freiberg bisDresden mit 27 Bataillonen und 30 Schwadronen; einCorps unter dem General Asseburg aber siand bei Wal-denburg, so daß die ganze Armee wieder in einer Ausdeh-nung von zehn Meilen siand.
Als endlich die Reichsarmee Ende August in das La-ger bei Pirna einrückte, weil Daun noch über Görlitz vor-.gedrungen war, nahm Prinz Heinrich zuerst das Lager beiGroß-Sedlitz und ein Paar Tage spater daö von Gamig,eine halbe Stunde dahinter. Dieses Lager hatte eine Aus-dehnung von anderthalb Meilen, die taktisch besetzt undvertheidigt wurden. Es war aber der General Knoblochnoch mit 5- bis 6000 Mann nach Kesselsdorf detachirtum gegen Meissen Front zu machen und den Rücken zubeobachten, weil Daun bei Meissen übergehen zu wollenschien; auch befanden sich mehrere Regimenter auf demrechten Elbufer zur Vertheidigung des auf dem Lande gemach-ten Verhaues.
Diese Maßregeln, so wie die ganze Natur der wäh-rend der vier Monate genommenen Aufstellungen, so wiedie Darstellung, welche die Schriftsteller von den Planenund Absichten des Prinzen gaben, lassen keinen Zweifelübrig, daß der Prinz damit nicht blos eine vorläufigeDeckung, eine Scheinvertheidigung des Landes beabsichtigte,wobei die Corps im Fall eines ernstlichen Vorrückenö, aufirgend einen weiter rückwärts gelegenen Punkt hätten ver-einigt werden sollen, sondern eö kam darauf an, daß je-des Corps immer so ernstlichen Widerstand leistete, als eövermochte. Allerdings war es nicht eine lange Kette klei-ner Posten, sondern gewöhnlich drei oder vier Hauptauf-stellungcn, und wenn man es in dieser Rücksicht lieber