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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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und dem General Wedel zu und nach: die Russen aufdem Marsch anzugreifen. Beide versuchten es, und eswollte immer nicht recht gelingen, denn selbst bei Palzigoder Kay waren sie nicht mehr im Marsch. Es führtdies zu der Frage, ob das überhaupt leicht und thunlichsei? Jetzt wo die Armeen sich gewöhnlich ein Paar Mei-len bis einen ganzen Tagemarsch auseinanderlagern, .ist esnur möglich, wenn der Zufall eö begünstigt, denn ehe manden Marsch des Feindes erfährt, hak er ihn schon beendet.In den schlesischen Kriegen aber, wo die Armeen oft sichauf Kanonenschußweite von einander lagerten und eS nochkein verstärktes Vorpostensystem gab, war es allerdingsnicht unmöglich, doch blieb es immer eine schwere Aufgabe.

§. 60 .

Der König deckt Glogau gegen die Russen.

Als die Russen im Oktober sich der Oder nähertenund Glogau dadurch bedroht wurde, glaubte der Königsich immer zwischen ihnen und dieser Festung halten zumüssen, und da er nicht sogleich über die Oder gehen wollte,als sie hinübcrgegangen waren, stellte er wenigstens einCorps jenseits unter den Kanonen der Festung auf. DerKönig wußte recht gut, daß die Russen nicht sogleich zueiner Belagerung dieses Platzes schreiten konnten; war dieGarnison zu schwach, so konnte er sie ja leicht durch einPaar Bataillone und beschleunigte Märsche verstärken. Erfürchtete sich also vor einem Sturm oder, allgemein ge-sagt, vor dem waö die Franzosen une insulte nennen,worin der Fall einer schlaffen und schlechten Vertheidigungmitbegriffen ist. Kurz er hatte wegen Glogau kein gutesGewissen. Hätte dies in individuellen Umständen gelegen,so wäre eö nicht der Mühe werth, den Fall herauszuheben;