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nichts so dringend als dem Könige nach Sachsen zu fol-gen. Indessen glaubte er 20- bis 30/000 Mann unterLaudon in Schlesien lassen zu dürfen um noch Eins oderdas Andere zu unternehmen/ da er sich an der Elbe durchdie Rcichsarmee um soviel verstärkte.
Der König war abmarschirt/ um Berlin zu sichern,d. H. also den Russen auf den Hals zu gehen. Dasnächste und natürlichste für Daun schien also zu sein,dem König ganz nahe zu folgen, um bei der Hand zu seinden Verbündeten beizustehen. Mein theils war das sehrschwierig wegen der schnellen Bewegung des Königs, theilswußte Daun wohl, daß diese Verbündeten sich in keineGefahr setzen würden.
Sein Ziel war also: Torgau, Laöcy und die Reichs-armee, und seine Methode: vorsichtige Entfernung vomKönige. , Er. kam den 22, Oktober bei Torgau auf demrechten Elbufer an.
Die Russen waren gegen die Warthe zurückgegangen;Daun mußte nun erwarten unverzüglich den König mitseiner fast vereinigten Macht gegen sich zu haben. Erselbst war vielleicht, das Détachement abgerechnet, nichtüber 60,000 Mann,. Wollte er nicht Sachsen bis Dres-den hin räumen, so kam es darauf an, in ^ einer starkenStellung sowohl den Manövern, als auch allenfalls demAngriff des Königs zu widerstehen. Jetzt schien nichts na-türlicher, als. eine solche gemeinschaftliche Stellung mit derReichsarmee zu. nehmen, daß beide gemeinschaftlich schlagenkonnten. Dies geschah gleichwohl nicht, die Reichsarmeewich nach Leipzig hin aus, und zog sich sogar über Leipzighinaus, gegen das Erzgebirge zurück, während Daun seineStellung bei Torgau nahm. Das Verhältniß mit derReichsarmee gehört zu den am wenigsten aufgeklärten des