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Überhaupt ist ein Krieg nur die Fortsetzung der Faden despolitischen Verkehrs zwischen den Völkern und Staate»/und kein Krieg ist ganz verständlich/ wo man die politi-schen Verhältnisse nicht mit ins Auge faßt. Aber ährals anderswo ist dies der Fall/ wenn/ wie hier/ die politi-schen Verhältnisse sich von einem reinen GegensatzFeindschaft so weit entfernen und der Krieg selbst mehrals gewöhnlich von Banden des Friedens durchzogen ist.
§. 2 .
Vertheidigungszustand der Holländer.
Die Holländer/ wie wir sie künftig der Kürze wegennennen wollen/ hatten eine Macht von einigen 20/000Mann/ davon vielleicht die Hälfte Söldnercorpö waren/die andere Hälfte Formationen/ die aus dem Lande selbsthervorgegangen.
Ihr Kriegstheater/ d. h. das Land was sie inne hat-ten und zur Vertheidigung einrichten konnten/ bestand ausden Provinzen Holland/ Seeland und Utrecht westlich derVechte. Da das Land durch die Natur seiner geographi-schen Verhältnisse zur Vertheidigung in einem so hohenGrade geeignet. war/ und sich dies in dem berühmten Feld-zuge von 1672 so bewährt hatte/ so konnte von keinemandern Widerstände als dem der Vertheidigung die Rede sein.
Die besondere Richtung der preußischen Feindseligkeitgegen Holland ließ für Seeland nichts fürchten. Die Ver-theidigungslinie der Holländer erstreckte sich also vom Leckbis an den Zuiderfte (welches in grader Linie etwa achtMeilen beträgt)/ nämlich von Gorkum bis Naarden.
Das von dieser Linie westlich gelegene Land ist der-jenige Strich/ welcher durch seine Überschwemmungen inder Kriegsgeschichte öfter eine Rolle gespielt hat/ davon