Band 
Erster Theil.
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.beherrscht nur die Mehrheit der Falle/ mit einem Wort:auch die gebildestcn Völker können gegeneinander leiden-schaftlich entbrennen.

Man sieht hieraus wie unwahr man sein würde/wenn man den Krieg der Gebildeten auf einen bloßenVerstandes-Akt der Regierungen zurückführen/ und ihnsich immer mehr als von aller Leidenschaft loslassend den-ken wollte/ so daß er zuletzt die phisischen Massen derStreitkräfte nicht wirklich mehr brauchte/ sondern nur ihreVerhältnisse/ eine Art Algebra des Handelns.

Die Theorie fing schon an sich in dieser Richtungzu bewegen/ als die Erscheinungen der letzten Kriege sieeines Bessern belehrten. Ist der Krieg ein Akt der Ge-walt/ so gehört er nothwendig auch dem Gemüth an. Gehter nicht davon auS/ so führt er doch darauf mehr oderweniger zurück/ und dieses Mehr oder Weniger hängt nichtvon dem Grade der Bildung/ sondern von der Wichtig-keit und Dauer der feindseligen Interessen ab.

Finden wir also daß gebildete Völker den Gefange-nen nicht den Tod geben / Stadt und Land nicht zerstöre«/so ist cS/ weil sich die Intelligenz in ihre Kriegführungmehr mischt/ und ihnen wirksamere Mittel zur Anwendungder Gewalt gelehrt hat/ als diese rohen Äußerungen desJnsiinktS.

Die Erfindung des Pulverö/ die immer weitergehendeAusbildung des Feucrgewchrö/ zeigen schon hinreichend/ daßdie/ in dem Begriff des Krieges liegende/ Tendenz zur Ver-nichtung des Gegners / auch faktisch/ durch die zunehmendeBildung/ keineswegs gestört oder abgelenkt worden ist.

Wir wiederholen also unsern Satz: der Krieg ist einAkt der Gewalt und es giebt in der Anwendung derselbenkeine Gränzen; so giebt jeder dem Andern das Gesetz/ es