Band 
Erster Theil.
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Gefühle; es wird aber allerdings in unsern großen Käm-pfe»/ die wir Krieg nenne»/ aus dem feindseligen Gefühlhäufig nur eine feindselige Absicht/ und es pflegt/ demEinzelnen wenigstens/ kein feindseliges Gefühl gegen denEinzelnen beizuwohnen. Nichts desto weniger geht es nieohne eine solche Gemüthöthätigkeit ab. Der Nationalhaß/an dem es auch bei unfern Kriegen selten fehlt/ vertrittbei dem Einzelnen gegen den Einzelnen/ mehr oder weni-ger stark/ die individuelle Feindschaft. Wo aber auch dieserfehlt, und anfangs keine Erbitterung war/ entzündet fichdas feindselige Gefühl an dem Kampfe selbst/ denn eineGewaltsamkeit/ die Jemand auf höhere Weisung an unsverübt/ wird uns zur Vergeltung und Rache gegen ihnentflammen/ früher noch/ ehe wir, es gegen die höhere Ge-walt sein werden, die ihm gebietet so zu handeln. Dies istmenschlich, oder auch thierisch/ wenn man will/ aber esist so. — Man ist in der Theorie sehr gewohnt, denKampf wie ein abstraktes Abmessen der Kräfte, ohne allenAntheil des Gemüths, zu betrachten, und das ist einer dertaufend Irrthümer, welche die Theorieen ganz absichtlichbegehen, weil sie die Folgen davon nicht einsehen.

Außer jener, in der Natur des Kampfes selbst ge-gründeten Anregung der Gcmüthskräfte, giebt es noch an-dere, die nicht wesentlich dazu gehören, aber sich, der Ver-wandtschaft wegen, leicht damit verbinden, wie Ehrgeiz,Herrschsucht, Begeisterung jeder Art u. s. w.

Die Eindrücke der Gefahr.

lDer Muth-1

Endlich gebiert der Kampf das Element der Gefahr,in welchem sich alle kriegerischen Thätigkeiten, wie derVogel in der Luft und der Fisch im Wasser, erhalten