Band 
Erster Theil.
Seite
148
JPEG-Download
 

1L8

zn haben; im Gefecht die Kräfte, so viel als möglich, fürdas Ende aufzusparen: sind taktische Grundsätze- Alle dieseBestimmungen lasten sich nicht absolut auf jeden Fall an-wenden, aber sie müssen dem Handelnden gegenwärtig sein,um den Nutzen der in ihnen enthaltenen Wahrheit nichtzu verlieren, da wo sie gelten kann.

Wenn man aus dem ungewöhnlichen Abkochen einesfeindlichen Korps auf seinen Abmarsch schließt, wenn dasabsichtliche Freistellen der Truppen im Gefecht auf einenScheinangriff deutet: so wird diese Art, die Wahrheit zuerkennen, eine Regel genannt, weil man aus einem einzel-nen, sichtbaren Umstand auf die Absicht schließt, welcherderselbe angehört.

Wenn es eine Regel ist, den Feind, sobald er an-fängt im Gefecht seine Vatterieen abzufahren, mit erneu-erter Energie anzufallen: so wird an diese einzelne Er-scheinung eine Bestimmung des Handelns geknüpft, welcheauf den ganzen, dadurch errathenen Zustand des Gegnersgerichtet ist; nämlich: daß er das Gefecht aufgeben will,seinen Abzug anfängt, und während dieses Abzuges wederzum vollen Widerstand, noch, wie auf dem Rückzug selbst,zum hinlänglichen Ausweichen geeignet ist.

Vorschriften und Methoden bringen die denKrieg vorbereitenden Theorieen mit in die Kriegführung,insofern sie den ausgebildeten Streitkräften als thätigePrinzipe eingeimpft werden. Die sämmtlichen Formations-,Übungs- und Felddienstreglements sind Vorschriften undMethoden; in den Übungsreglements herrscht die Erstere,in den Felddienstreglementö die Letztere vor. An diese Dingeknüpft sich die eigentliche Kriegführung an, sie übernimmtsie also als gegebene Vcrfahrungsarten, und als solche müs-sen sie in der Theorie der Kriegführung vorkommen.