Band 
Erster Theil.
Seite
230
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2.D

Gegebenes ist: so bleibt nur der nackte Begriff des Ge-fechts, d. h. ein formloser Kampf übrig, an dem wir Nichtsals die Zahl der Kämpfenden unterscheiden.

Diese Zahl wird also den Sieg bestimmen. Schonaus der Menge von Abstraktionen, welche wir haben ma-chen müssen, um auf diesen Punkt zu kommen, ergiebt sich,daß die Überlegenheit der Zahl in einem Gefecht nur einerder Faktoren ist, aus welchem der Sieg gebildet wird,daß also, weit entfernt, mit der Überlegenheit der ZahlAlles, oder auch nur die Hauptsache gewonnen zu haben,vielleicht noch sehr wenig damit erreicht ist, je nachdem diemitwirkenden Umstände so oder anders sind.

Aber die Überlegenheit hat Grade, sie kann doppelt,drei-, viermal so groß gedacht werden u. s. w., und Jeder-mann begreift, daß sie bei dieser Steigerung alles Übrigeüberwältigen muß.

In dieser Beziehung muß man einräumen, daß dieÜberlegenheit der Zahl der wichtigste Faktor in dem Re-sultat eines Gefechts ist, nur muß sie groß genug sein,um den übrigen mitwirkenden Umständen das Gleichgewichtzu halten. Die unmittelbare Folge davon ist: daß mandie möglichst größte Zahl von Truppen auf den entschei-denden Punkt ins Gefecht bringen müsse.

Mögen diese Truppen dann hinreichen oder nicht, sohat man von dieser Seite Alles gethan, was die Mittelzuließen. Dies ist der erste Grundsatz in der Strategie.So allgemein wie er hier ausgesprochen ist, würde er ebenso gut für Griechen und Perser, oder für Engländer undMaratten, als für Franzosen und Deutsche passen. Aberwir wollen den Blick auf unsere europäischen Kriegsver-hältuisse richten, um uns etwas Bestimmteres dabei den-ken zu können.