theidigung, so ist auch das Überraschen allerdings mehr inder Stelle des Angreifenden/ aber keinesweges ausschließ-lich/ wie wir das in der Folge sehen werden. Es kön-nen stch also, die gegenseitigen Überraschungen/ des Angrei-fenden und des Vertheidigers, begegnen, und dann müßtederjenige recht behalten, welcher den Nagel am besten aufdem Kopf getroffen hat.
So sollte es sein; eö hält aber das praktische Lebendiese Linie auch nicht so genau, und zwar aus ciuer ein-fachen Ursache. Die geistigen Wirkungen, welche die Über-raschung mit stch führt, machen für denjenigen, welcherstch ihres Beistandes erfreut, oft die schlechteste Sache zueiner guten, und lassen den Andern nicht zu einem or-dentlichen Entschluß kommen; wir haben hier mehr alsirgendwo, nicht bloß die ersten Führer im Sinn, sondernjeden Einzelnen, weil die Wirkung der Überraschung dasEigenthümliche hat, das Band der Einheit gewaltig auf-zulockern, so daß leicht jede einzelne Individualität dabeizum Vorschein kommt.
Viel hängt hier von dem allgemeinen Verhältniß ab,in welchem beide Theile zu einander stehen. Ist der eineschon durch ein allgemeines moralisches Übergewicht zumEntmuthigen und Überschnellen des andern befähigt: sowird er stch der Überraschung mit mehr Erfolg bedienenkönnen, und selbst da gute Früchte erndtcn, wo er eigent-lich zu schänden werden sollte.