Band 
Erster Theil.
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sich stützen, und da wird es wohl keinen Offizier von eini-ger Kriegöerfahrung gebe«/ welcher nicht in der Allgemein-heit der Fälle das Übergewicht demjenigen zuschreiben wird,der die frischen Kräfte hat.

Auf diese Weise wird es klar, wie die Anwendungzu großer Kräfte im Gefechte nachteilig werden kann,denn wie viele Vortheile uns auch die Überlegenheit imersten Augenblick geben mag, vielleicht müssen wir im näch-sten dafür büßen.

Diese Gefahr reicht aber nur so weit, als die Un-ordnung, der Zustand der Auflösung und Schwä-chung'reicht, mit einem Wort, die Krise welchen jedesGefecht auch beim Sieger mit sich bringt. In dem Be-reich dieses geschwächten Zustandes ist die Erscheinung einerverhältnismäßigen frischen Anzahl Truppen entscheidend.

Wo aber diese auflösende Wirkung des Sieges auf-hört, und also nur die moralische Überlegenheit bleibt, diejeder Sieg giebt: da ist die frische Kraft nicht mehr imStande, das Verlorne gut zu machen, da wird sie mitfortgerissen. Ein geschlagenes Heer kann Tages daraufnicht mehr durch eine starke Reserve zum Sieg zurückge-führt werden. Hier befinden wir uns an der Quelleeines höchst wesentlichen Unterschiedes zwischenTaktik und Strategie.

Es liegen nämlich die taktischen Erfolge, die Erfolgeinnerhalb des Gefechts und vor seinem Schluß, größ-tentheilö noch in dem Bereich jener Auflösungund Schwächung; die strategischen aber, d. h. der Er-folg des Totalgefechtö, der fertige Sieg, groß oder klein,wie er auch sei: liegt schon außerhalb dieses Be-reichs. Erst wenn die Erfolge der Theilgefcchte sich zueinem selbstständigen Ganzen verbunden haben, tritt der