eben so unerhörten Mangel veranlaßt hat: so muß mandas seinem Grundsatz zuschreiben: nie stark genug auf dementscheidenden Punkt sein zu können. Ob er diesen Grund-satz hier übertrieben hat oder nicht, ist eine Frage die nichthierher gehört, aber gewiß ist es, daß, wenn er dem da-durch hervorgerufenen Mangel hatte aus dem Wege gehenwollen: er nur in einer größeren Breite vorzugehen brauchte;es fehlte dazu in Rußland nicht an Raum, und wird inden wenigsten Fallen daran fehlen. Es kann also hierauskein Grund hergeleitet werden, um zu beweisen, daßdie gleichzeitige Anwendung sehr überlegener Kräfte einegrößere Schwächung hervorbringen mußte. Gesetzt nunaber, Wind und Wetter, und die unvermeidlichen Anstren-gungen des Krieges, hätten auch an dem Theil des Hee-res, welchen man als eine überschießende Macht, allen-falls für einen spätern Gebrauch hätte aufbewahren kön-nen, trotz der Erleichterungen, welcher dieser Theil demGanzen verschaffte, doch eine Verminderung bewirkt: somuß man doch nun erst alles wieder mit einem Gesammt-blick im Zusammenhange auffassen, und also fragen: wirddiese Verminderung so viel betragen, als der Gewinn anKräften, welchen wir durch unsere Übermacht auf mehrals einem Wege machen können?
Aber es giebt noch einen sehr wichtigen Punkt zu berüh-ren. In dem Theilgefecht kann man, ohne große Schwie-rigkeit, die Kraft ungefähr bestimmen, welche zu einem grö-ßer» Erfolg, den man steh vorgesetzt hat, nöthig ist, undfolglich auch bestimmen, was überflüssig sein würde. Inder Strategie ist dies so gut wie unmöglich, weil der stra-tegische Erfolg keinen so bestimmten Gegenstand, und keineso nahen Grenzen hat. Was also in der Taktik als einÜberfluß von Kräften angesehen werden kann, muß in der