ZZO
starke Avantgarde von allen Waffen geschieht, wobei na-türlich der größte Theil der Reiterei sich befindet. Einsolches Verfolgen drängt den Gegner bis zur nächsten star-ken Stellung seiner Arriergarde, oder bis zur nächsten Auf-stellung seines Heeres. Zu beiden findet fich gewöhnlichnicht sogleich Gelegenheit, und das Verfolgen reicht alsoweiter; meistens übersteigt es aber nicht die Weite von ei-ner, höchstens von ein Paar Stunden, weil die Avantgardesich sonst nicht hinreichend unterstützt glaubt.
Der dritte und stärkste Grad ist, wenn das siegreicheHeer selbst im Vorgehen bleibt, so weit die Kräfte reichen.In diesem Fall wird. der Geschlagene die meisten Aufstel-lungen, wozu ihm die Gegend einige Gelegenheit bietet, aufdie bloßen Anstalten eines Angriffs oder einer Umgehungwieder verlassen und die Arriergarde sich noch weniger ineinen hartnäckigen Widerstand verwickeln.
In allen drei Fällen macht gewöhnlich die Nacht,wenn sie vor Beendigung des ganzen Aktes eintritt, ihmein Ende, und die wenigen Fälle, wo dies nicht geschieht,und das Verfolgen die Nacht hindurch fortgesetzt wird,müssen als ein ganz besonders verstärkter Grad desselbenbetrachtet werden.
Wenn man bedenkt, daß bei nächtlichen Gefechten Allesmehr oder weniger dem Zufall überlassen, und daß im Auö-gang einer Schlacht ohnehin der ordnungsmäßige Zusam-menhang und Hergang sehr gestört ist: so wird man wohldie Scheu begreifen, welche beide Feldherrn haben, ihr Ge-schäft in die Dunkelheit der Nacht hinein fortzusetzen.Wenn nicht eine gänzliche Auflösung des Besiegten odereine seltene Überlegenheit des siegenden Heeres an kriegeri-scher Tugend den Erfolg sichert, so würde Alles ziemlichdem Fatum anheimgegeben sein, welches nicht das In-