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[Band 1.]
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die Rhein- und Mosel-Armee zurückzudrängen, um Wurmsern die Belagerungvon Mannheim zu erleichtern; zu gleicher Zeit jedoch mußte er seine Flanke gegenJourdan sichern. Hohenlohe, der mit zwei Divisionen rechts detaschirt wurde,deckte die Nahe, indem er Strombcrg besetzte, worauf die Hauptmasse der Oester-reicher, durch 2 Divisionen Wurmsers verstärkt (im Ganzen 60,000 Mann) sichgegen Pichegru in Bewegung setzte. Dieser hatte die Langsamkeit seines Gegnersnicht benutzt, um seine Stellung zu befestigen. Statt ihm ein eben so starkesHeer entgegen zu stellen, beschränkte er sich auf die Heranziehung einer Division,und ließ 10,000 Mann in Mannheim zurück. Seine Armee beließ sich daher nurauf 35,000 Mann, während seine Stellung eine Front von 7—8 Stunden ein-nahm und nur durch einen schmalen Fluß vertheidigt wurde. Clerfayt unter-suchte diese allzudünne Linie, und entdeckte bald ihre schwache Seite. Als seinlinker Flügel bei Pfeddersheim und Monsheim auf hartnäckigen Widerstand stieß,richtete er seine Hauptanstrengungen auf die Mitte, durchbrach diese und sprengtesie auseinander. Die Armee in zwei Theile zertrennt, zog sich durch die Engpässeder Dogesen und auf den Straßen nach dem Elsaß zurück.

An demselben Tage griff Marceau, dessen Posten sich rechts von Coblenzausdehnten, verstärkt durch die Flüchtigen von Mainz, Hohenlohe's Vorhut an,und vertrieb sie von Stromberg. Zwar suchte ihn Hohenlohe mit seiner gesummtenMacht aufzuhalten, es gelang ihm jedoch nicht, und die Franzosen drangen mitdem Degen in der Hand in Kreutznach ein. Diese Diversion rettete Pichegruvom gänzlichen Untergänge. Clerfayt, in der Meinung, die ganze Sambre- undMaas-Armee debouchire, machte Halt und sendete 10,000 Mann an Hohenlohe.Diese reichten vollkommen hin, um Marceau zurückzudrängen, und Clerfayt, dersich so lange ruhig verhalten hatte, begann seine Operationen gegen die Rhein - undMosel-Armee wieder; allein er hatte sich geschwächt, die Franzosen hatten einigeMärsche gewonnen, und zogen sich in guter Ordnung nach Kaiserslautern undan den Speierbach, und von da an die Queich zurück. Clerfayt, zufrieden, sie inihre alten Stellungen zurückgeworfen zu haben, stellte die Verfolgung ein, undwartete den Ausgang der Belagerung von Mannheim ab, welche Wurmser mitNachdruck betrieb. Montaigu, der den Platz vertheidigte, capitulirte am 22ten,nachdem er ein lebhaftes Bombardement ausgehalten und seine Munition gänzlicherschöpft hatte; die Besatzung streckte, 9762 Mann stark, kriegsgefangen das Ge-wehr.

Unmittelbar darauf passirte Wurmser den Rhein und übernahm Pichcgru'sBeobachtung, während Clerfayt umkehrte und sich gegen die Sambre - und Maas-Armee wendete, welche Jourdan zur Befreiung von Mannheim heranführte.

Inzwischen hatten Marceau bei Kreutznach und Hatry auf dem rechten Rhein-ufer die österreichischen Generale unausgesetzt beunruhigt. Allein der kaiserlicheObergeneral ließ sich durch diese Manöver auf dem rechten Ufer nicht beunruhigen,auch behaupteten sich seine Generale durch succesive Verstärkungen, welche erihnen schickte, an den Ufern der Nahe, als endlich nachdrücklichere Angriffe aufdieser Seite ihm die Annäherung der ganzen Armee verkündigten.