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Sobald das französische Geschütz anlangte, ließ Bonaparte dasselbe (r r) aufdem beherrschenden Abhänge des rechten Adda-Ufers bei Lodi auffahren, und dieösterreichische Stellung geraume Zeit mit Nachdruck beschießen. Die österreichischeArtillerie ward durch dieses Feuer genöthigt, sich aus dem Kartätsch-Bereicheder Franzosen zurückzuziehen.
Inzwischen langte Maffena's Division zu Lodi an; sobald dieselbe sich vonihrem beschwerlichen Eilmärsche etwas erholt hatte, ertheilte Bonaparte Befehlzum Angriffe der Oesterreicher.
Das Grenadiercorps formirte eine dicht aufgeschlossene Colonne (hh) hinterdem Walle von Lodi. Die ganze Division Massen« sollte den Angriff der Gre-nadiere unterstützen, während Augereau Befehl erhielt, seinen Marsch möglichstzu beschleunigen. Die Reiterei unter dem General Beaumont (2000 Mann)mußte die Adda aufwärts marschiren ( ss ), um in der Höhe von Montanaso denFluß durch eine dort befindliche Furth zu passiren, und sofort die rechte Flankeder Feinde zu bedrohen.
Abends gegen 7 Uhr ward der Angriff auf die Brücke von den französischenGrenadieren unter dem Kartätschfeuer der österreichischen Batterien ausgeführt.Anfangs stutzte die Colonne, allein bald ermannte sie sich wieder, und erreichteunter der Anführung der Generale Massena, Cervoni, Dallemagne, Bcrthier undLannes, gedrängt von den Hintern Abtheilungen, über Leichenhaufen der vorderstenGlieder, das Ende der Brücke. Zahlreiche Plänklcr-Abtheilungen (r'r) hattendie Inseln besetzt und unterstützten diesen Angriff kräftig.
Die bei (dd) aufgestellten Bataillone vermochten dem Stoße der französi-schen Grenadiere nicht zu widerstehen; sie zogen sich eiligst und in Unordnungzurück; die österreichischen Geschütze wurden von den Franzosen genommen.
Unaufhaltsam schritt sofort die französische Grenadier-Colonne zum Angriffeder 2ten österreichischen Linie (e e). Ihr folgte die Division Massen« über dieBrücke, worauf sie sich rechts und links ausbreitete. Sebottendorf hielt jetztden Augenblick zum Rückzüge gekommen, und trat ihn unter dem Schutze seinerReiterei nach Fontana an. Hier traf auch Nicoletti mit seiner Abtheilung ein;es gelang den Oesterreichern, sich hier bis zum Einbrüche der Nacht zu behaup-ten, und hierauf in Ordnung und unverfolgt den Rückzug nach Fontana an-zutreten. Die Division Augereau hatte inzwischen gleichfalls die Brücke passirt,und auf dem linken User Stellung genommen.
Beaumonts Reiterei konnte nur mit großer Mühe durch die Furth von Mon-tanaso kommen, und nahm daher keinen Theil an dem Gefechte.
In der Gegend von Tormo gaben die Franzosen die Verfolgung gänzlichauf und bezogen hier ein Lager (kk), die Reiterei unter Beaumont in der Höhevon Crespatica vor der Front.
Das Treffen bei Lodi kostete die Oesterreicher 2036 Mann, 14 Kanonen und30 Munitionswagcn.
Unterdessen hatte Beaulieu's rechter Flügel die Adda bei Cassano passirt; in