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Ehe er den Angriff fortsetzt, will er die Entwicklung dieser Combination abwar-ten, allein der Schrecken der Kaiserlichen macht diese Maßregel scheitern; sieräumen Villa Franca, und setzen sich hinter der Etsch in Sicherheit, ehe Auge-reau seinen Auftrag vollziehen konnte.
Beaulicu warf eine Besatzung von 15— 20,000 Mann nach Mantna. Bo-naparte ließ die Trümmer der Kaiserlichen nach Tirol entweichen, und besetzteBrescia, Peschiera, Verona und Legnago trotz der Protestationen des venetiani-schen Senats. Endlich im Besitze der Etschlinie, traf er Anstalten, zu zeigen,mit welchem Scharfblicke er den Knoten des Feldzuges erfaßt hatte. Augcrcanpassirte den Po bei Borgoforte, dkrigirte seine Colonne auf Livorno und An-cona, und legte ganz Italien dem Direktorium zu Füßen. Serrnricr nahmStellung rings um Mantua. Der Rest der Armee bezog an der Etsch und amGarda-See defensive Stellungen gegen die Streitkräfte, welche der Wicnerhof zu-sammenzog.
Zur Verständigung der jetzt folgenden Ereigniffe ist eine kurze Terrain-Be-schreibung nöthig. Mantua war das Hauptobjekt der feindlichen Armee, Trientdas gemeinschaftliche Centrum ihrer Rüstungen, der Raum zwischen diesen beidenPunkten das Schlachtfeld.
Mantna liegt in einem Wasserbecken, gebildet durch den Mincio, der, zusam-mengedrängt beim Ausfluß aus dem Garda-See durch die letzten Ausläufer derTiroleralpen, mit seinem Eintritt in die Ebene, langsamen Laufes dahin zieht,und häufige Seen und Sümpfe bildet. Man gelangt in die Stadt auf 2 Brückenund drei Dämmen, welche die Fortsetzung der Straßen von Legnago, Verona,Brescia, Cremona und Borgoforte find. Im Norden hat die Ebene in ihrergrößten Breite nicht über 8 —10 Stunden. An den Alpen endigt sie, derenAbfall, immer steiler werdend, sich bis zu den Quellen der Flüsse erhebt. Mansteigt von Trient auf drei fahrbaren Straßen in die Ebene herab. Die direktesteführt über Roveredo, Dolce auf dem linken Etsch-Ufer nach Verona. MehrereZweige gehen von derselben nach dem rechten Ufer ab. Die weiteste Straße folgtdem engen Thäte der Brenta und fällt bei Vicenza mit der Straße aus Kärnthenzusammen. Die dritte zieht entlang der Chiesa nach Brescia.
Die beiden ersten haben außer einem schlechten Seitenwege keine Verbindungunter sich. Beide sind getrennt durch die Etsch, einen raschen und tiefen Flußvon etwa 120 Meter Breite, dessen Brücken durch die Wälle von Verona, Legnagound Chiusa gedeckt sind.
Man gelangt von der ersten Straße auf die dritte mittelst einiger Seiten-verbindungen der Tirolerstraße des rechten Ufers. Diejenige, welche über Rivaführt, fällt in die Straße nach Brescia und wird, wie diese, durch Rocca d'Aufogesperrt. Die andern Verbindungen, die Post- und die Kaiserstraße, führenzwischen dem See und der Etsch auf nicht minder bedeutende Hindernisse: zuvörderstdie steilen Anhöhen von La Corona, flankirt rechts und links durch den Montemag-none und Montcbaldo, welche in ihrer ganzen Breite eine weite viereckigte Redoutebilden; ferner eine Art Amphitheater, von welchem der Tasso und mehrere andere
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Uebersichtder Um-gegend vonMantua.