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[Band 1.]
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her, indem beide Theile den Rand der gegenseitigen Anhöhen behaupteten und derBesitz des zwischen liegenden Thales zweifelhaft blieb. Gleichzeitig hatte aber auchChampionnet den Angriff begonnen, die vor dem Estenfelder-Holze aufgestelltenTruppen vertrieben, und sich nach dem lebhaftesten Gefechte in den Besitz dessel-ben, so wie des Kalten - Grundes gesetzt. Die Oesterrcicher wurden bis auf dieHöhen von Erfeldvrf (h h) zurückgedrängt; ihre Reiterei bildete den rechten Flü-gel in der Richtung auf Euerfeld. Wurden sie auch hier geworfen, und vomMain abgedrängt, so war ihre gänzliche Niederlage gewiß. Jourdan erkanntedieß und gab ungesäumt der Reserve-Cavalerie und der Division Grenier Befehl,rasch zur Unterstützung Championnets heranzurücken. Grenier sendete indessen nur3 Bataillone Und 2 Schwadronen nach Seligenstadt, und stellte den Rest seinerDivision bei Oberblcichfcld und Heiligenthal auf (d d), weil er das Anrückeneiner starken feindlichen Colonne in der Richtung von Prosselsheim bemerkte. Die8 Schwadronen der Division Championnct wurden ihr entgegengeworfen, an ihreStelle sollte die Reserve-Cavalerie in den Raum zwischen den eroberten Gehölzenund Seligenstadt rücken und Simon erhielt Befehl, den größten Theil seiner Rei-terei dahin zu senden.

Nach den Anordnungen des Erzherzogs sollten noch während der Nacht 9 Ba-taillone, 33 Schwadronen unter Kray bei Schwarzach den Main überschreitenund ihnen am frühen Morgen 8 Bataillone und 24 Schwadronen folgen. Alleinum 7 Uhr waren blos Kray's leichte Truppen auf dem rechten Ufer, und derUebergang der Division ward erst zwischen 9 und 10 Uhr vollendet. Unmittel-bar darauf defilirten die 8 Grenadierbataillone der 2ten Abtheilung unter War-tensleben durch eine Furth weiter unterhalb ( F) und nahmen ihren Marsch überBibergau; Kray wendete sich gegen Prosselsheim, wo er etwa um die Mittagszeitvon dem Feinde entdeckt wurde.

Wartenslebens 24 Kürassierschwadronen marschirten bei Erfeldorf (Ah) nebenund hinter der bereits dort stehenden leichten Reiterei auf und hemmten durch ihrErscheinen das Vordringen Championnets aus den eroberten Gehölzen um somehr, da Jourdan das Eintreffen der heranbeorderten Reiterei abwarten wollte.Auch der Erzherzog verschob jeden ernstlichen Angriff, bis alle seine Truppen indie Schlachtordnung gerückt wären. Der Kämpf beschränkte sich daher vorläufigauf eine lebhafte Kanonade. Als gegen 3 Uhr die Grenadiere sich näherten,ging Liechtenstein an der Spitze von 6 Schwadronen leichter Reiterei, denen ebenso viele Grenadiere folgten, zwischen Euerfeld und Seligenstadt vor, und ver-trieb die hier stehende französische Reiterei. In diesem Augenblicke debouchirte dieSpitze der französischen Reserve-Cavalerie zwischen dem Sperler-Holze und demKalten-Grunde (cc) und drängte nun ihrerseits die österreichische Reiterei, derenUnterstützung zu weit abgeblieben war; diese, durch ein von dem Erzherzogeentsendetes Regiment verstärkt, stellte das Gefecht wieder her, kam aber beimVerfolgen etwas auseinander, auch in der Nähe des Sperler-Holzes in den Be-reich des feindlichen Feuers und mußte daher einem Anfalle frischer Truppenweichen. Jetzt war die gesammte französische Reiterei verwendet, während 12 öfter-