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[Band 1.]
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traurige Meldung erhielt, rief er aus: »Wir haben keine Flotte mehr! Somüssen wir denn in diesem Lande bleiben, oder groß, wie die Alten, dasselbeverlassen.» Er sah voraus, daß die Pforte dem Andringen Englands nicht wider-stehen werde. Daher beschloß er, noch ehe sie gerüstet war, die Eroberung desOrients zu unternehmen.

Seine erste Sorge gieng dahin, das Land gänzlich zu unterwerfen und zuorganisiren. Schon hatte er zu Cairo ein Divan von 7 Scheiks errichtet, dessenAuftrag dahin gieng, vermittelnd zwischen den Einwohnern und der Armee ein-zuschreiten. Ein Janitscharen-Aga wachte über die Polizei von Cairo, und einGeneral-Intendant, dem ein französischer Agent beigegeben war, hatte die Er-hebung der öffentlichen Einkünfte und derjenigen der Mameluken zu leiten,deren Güter zum Vortheil der Republik eingezogen wurden.

Während der Unternehmung gegen Ibrahim hatten arabische Horden Daman-hur und Mansura genommen und Kleber in Alerandria eingeschlossen. Sieverschwanden bei der Annäherung einiger Bataillone; es kam jedoch darauf an,diesen Bewegungen ein Ziel zu setzen, weil dadurch Murad und der unabhängigeSchcik von Menzaleh ermuthigt wurden. Man rüstete zwei Erpeditionen gegensie aus. Desair traf Anstalten zur Bekämpfung des Bey's; dem General Dialgelang es etwas später, den Scheik zu erreichen; er schlug ihn (October), nahmihn gefangen und sendete ihn nach Cairo, wo sich Bonaparte bemühte, einentreuen Verbündeten aus ihm zu machen. Nicht so glücklich war die Unterneh-mung gegen Murad. Nach der Schlacht bei den Pyramiden hatte er sich indie Provinz Fayum zurückgezogen, welche durch eine Erweiterung des Niltha-les zwischen Cairo und der kleinen Oase gebildet wird. Desair rückte zu sei-ner Bezwingung mit 3000 Mann aus dem Lager von Gizeh. Die Mamelukenwaren durch einige Tausend Araber verstärkt, so daß die Armee des Bey gegen12,000 Mann zählte. Ueberdieß ward er durch die Einwohner und die Lokalitätdes Terrains unterstützt. Eine weit ausgedehnte Ueberschwemmung, welche diedem Gegner unbekannten Wege überdeckte, gestatteten ihm, seine Märsche undContremärsche der Kenntniß der Republikaner zu entziehen. Aber Desair ließsich weder an Wachsamkeit, noch an Thätigkeit übertreffen. Indem er sich anden Nil stützte, wählte er Benisnef zum Centrum seiner Operationen, und esgelang ihm, die Manöver des Feindes zu vereiteln. Als endlich der Fluß inseine Ufer zurückgetreten war, beschloß Murad, auf den Höhen von Sedimenteine Schlacht anzunehmen. Er bildete zwei Linien; in erster Linie stellte er4000 Mameluken und 2000 Araber, in zweiter 7 — 8000 Fußgänger, durch eineVerschanzung gedeckt, aus.

Desair befahl ohne Zögern den Angriff. Als Murad das furchtbare Viereckin Bewegung sah, warf er seine ganze Reiterei auf dasselbe und umschwärmtees von allen Seiten. Wenn ihre Glieder wichen, war es um die französischeDivision geschehen. Aber unerschrocken hielt sie den Stoß aus. Der Bey gabes auf, sie zu durchbrechen; er vereinigte seine Reiterei in eine Masse und stürztesich auf eine Front des Vierecks. Man erwartete ihn stehenden Fußes, empfieng