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zu rücken. Jourdan fühlte, daß bei einem zweifelhaften Erfolge auf zwei Punk-ten, einer Niederlage auf dem dritten und der auf 3 — 4 Meilen aus einandergezogenen Aufstellung seiner Armee gegen einen überlegenen Gegner an keinen Siegzu denken sey. Also beschloß er den Rückzug.
Der Erzherzog versäumte die Verfolgung des geschlagenen Feindes: "Der„Abend näherte sich", sagt er selbst; "zufrieden, den Sieg entschieden zu haben,"wagte ich nicht, bis in die Ebene hervorzubrechen«.
Die Schlacht war von ihm gewonnen, aber ohne alle Trophäen, ohne Ver-nichtung feindlicher Streitkräfte, fast ohne alle moralische Wirkung. Ein einzigesGeschütz hatten die Oesterreicher gewonnen, dagegen zwei verloren. Der Verlustan Todten, Verwundeten und Gefangenen wird von beiden Seiten so ziemlichgleich gewesen seyn, d. h. zwischen 4—5000 Mann betragen haben.
Die erlittene Schlappe kränkte Jourdan im Innersten; es war dies zum zwei-tenmale, daß er durch die genaue Ausführung der ihm vorgeschriebenen Planeseinen bei Fleurus, Wattignies und Aldenhoven errungenen Ruhm preisgebenmußte. Nachdem er den Rest seiner Armee über den Rhein zurückgeführt hatte,legte er den Oberbefehl nieder und begab sich nach Paris. Zur selben Zeit tratauch Bernadotte, unzufrieden mit der Organisation der Reserve-Armee, vom Com-mando ab und diese sämmtlichen Truppen kamen unter Massena's Oberbefehl.
H.
Operationen in Italien.
Treffen bei Pastrengv (26. März); — bei Polo. — Schlacht bei Magnano (L. April). —Schlacht bei Caffano (27. April). — Treffen bei Bussignano ( 12 . Mai). — RückzugMoreau's in die Riviera von Genua (Mai).
Gleich bei Eröffnung des Feldzuges sahen sich die Franzosen in Deutschlandaufgehalten, und in Italien fehlte der große Feldherr, welcher im vorigen Feld-zuge sich über die Mitwirkung der andern Armeen wegzusetzen wußte. Man hatteseine Lehren vergessen; der von dem Direktorium festgesetzte Plan hatte daherhauptsächlich auf dieser Seite beklagenswerthe Folgen. Mit 80,000 Mann erschienman auf keinem Punkte in überlegener Zahl. Man überließ den Ocsterreicherndie Initiative. Macdonald war nach Neapel entsendet, eine Division stand inToscana, Desolles in den Schluchten des Engadins, so daß diese drei Truppen-abtheilungen von gar keinem Gewichte in der Waagschale waren und diese sichganz auf die Seite der Feinde neigte.
Scheerer, hierdurch auf 33,000 Mann herabgebracht, hatte Befehl, die Linieder Etsch zu forciren. Kray vertheidigte sie mit 36,000 Mann, welche Verona
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