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[Band 1.]
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die verbündeten Generale in Ruhe die Belagerung der Festungen fortsetzten. Mantuawar bisher durch 20,000 Mann blockirt worden. Krays Corps ward bis auf40,000 Mann verstärkt und eröffnete nunmehr die Laufgraben. Die Citadellevon Turin war nahe daran zu capituliren. Diejenige von Alcssandria und Tor-tona leisteten hartnäckigen Widerstand; Coni ward berennt. Im südlichen Italienwaren die Schlösser von Ferrara und Bologna noch unangegriffen. Ancona hielteine rühmliche Belagerung aus. Zu Rom erhielt sich die Republik noch, aber dieparthenopäische Republik löste sich auf.

Beim Ausbruchc der Feindseligkeiten setzten die Engländer einen Haufen Tür-ken, Russen und Sicilier an der unbezwungencn Küste von Calabrien an's Land,welche sich nebst den dortigen Insurgenten unter den Befehl des Cardinals Ruffostellten. Gleichzeitig landeten die sicilianischcn regelmäßigen Truppen bei Castella-mare im Meerbusen von Neapel. Einen Monat später ließ Macdonald, nach-dem er den Rückzug anzutreten genöthigt war, Besatzungen in den Schlössernder Hauptstadt, zu Goito und Pescara zurück. Gleich darauf bekennten Nuffo'sBanden Neapel, wohin sich sämmtliche Anhänger der Revolution geflüchtet hat-ten. Bis zur Ankunft regelmäßiger Truppen vertheidigte sich die schwache Be-satzung auf's Aeußerste. Nach dem Eintreffen derselben ward eine Uebereinkunftabgeschlossen, in deren Folge die französische Besatzung und die compromittirtenNeapolitaner nach Frankreich transportirt werden sollten. Schon war die Ein-schiffung bewerkstelligt, als Nelson im Namen Englands die Ratifizirung derUebereinkunft verweigerte und die Unterthanen Ferdinands als Gefangene zurück-zuhalten befahl. Jetzt kam es zu blutigen Scenen, gegen welche die traurigstenAusschweifungen der französischen Revolution verschwinden. Der Sieger von Abukirwarf sich zum Richter der Hanpturheber der parthenopäischen Republik auf. Diemeisten fielen unter den Kartätschen oder den Dolchen der Banden Ruffo's.

Es schien, als sollte die Krisis von 1793 sich erneuern. Die Schweiz warvon feindlichen Truppen überschwemmt, Massen« auf die Defensive gebracht,Italien verloren, Holland von einer Landung bedroht, deren Erfolg Preußen indie Coalition ziehen konnte. Diese niederbeugenden Schläge setzten die Fortdauerder französischen Republik in Frage. Die Regierung und ihre Räthe wurden er-schüttert, und es entstand in der obersten Leitung der Angelegenheiten eine Revo-lution in democratischcm Sinne. Neue Aushebungen wurden veranstaltet; an denKüsten von Belgien 25,000 Mann zusammengezogen und in der Umgegend vonMainz eine Reserve-Armee unter dem Namen der deutschen Armee organisirt. Manbeschloß, dieselbe auf 60,000 Mann zu bringen und Moreau den Oberbefehl zuübertragen; Championnet ward in die Dauphin« gesendet, um sich dort an dieSpitze von 20 — 25,000 Mann zu stellen, mit dem Befehl, nach Piemont vor-zurücken. An die noch etwa 45,000 Mann starken Reste von Caffano und derTrebbia ward endlich Joubert gestellt, der sich im italienischen Fcldzuge (1796)einen glänzenden Namen erworben hatte. Sein Auftrag war, die Aushebungder Belagerungen von Tortona, Alessandria und Mantua zu bewirken.

Man beschloß, vom Neckar bis zunr mitteländischen Meere die Offensive zu