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[Band 1.]
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bei den ersten Schüssen den Tod, welcher Unfall eben so nachtheilig auf die Stim-mung der Truppen, als auf die Einheit der obern Leitung wirkte. Das Gefechtschwankte auf diesem Punkte noch einige Zeit unentschieden, bis die Oesterreichergänzlich vertrieben und am Abende auch aus Kaltbrunn geworfen wurden; einetwas später gemachter Versuch, wieder vorzudringen, endete mit der Gefangen-nehmung aller dazu verwendeten Truppen.

Die von Lachen gegen Grünau gesendete französtsche Colonne fand am letztenPunkte hartnäckigen Widerstand an zwei russischen Bataillonen; allein die wüthen-den Angriffe der letzter« scheiterten an der ausdauernden Tapferkeit der Franzosenund sie wurden über Utznach zurückgeworfen. General Petrasch, der nachHotze'sTod hier den Oberbefehl übernahm, führte die Trümmer seines Corps gegenSt. Gallen; die Russen wichen über Wpl nach Constanz zurück.

Inzwischen war Souwarow bereits bis in das Herz der Schweiz vorgedrun-gen; am 23ten stießen seine Vorposten auf Gudin, der die Bewegung begann,welche Lecourbe nach Graubündten vorgeschrieben worden war. Der Feldmarschallhatte auf dieser Seite keinen Widerstand erwartet. Statt den St. Gotthardt raschzu hinterlegen, mußte man sich schlagen. Souwarow wendete sich mit 15,000Mann auf Airolo und sendete Rosenberg mit 6000 Mann nach Dissentis, vonwo er sich gegen Urseren wenden und die dort stehenden Franzosen im Rückennehmen sollte.

Gudin wich vor der Ueberzahl der feindlichen Colonnen, nachdem er den süd-lichen Abfall des St. Gotthardt einen vollen Tag vertheidigt hatte. Seine Sol-daten benützten die ihnen wohlbekannten Hindernisse des Terrains und tödtetenden Russen über 1000 Mann Kerntruppen, ohne selbst Verlust zu erleiden. Tagesdarauf behauptete er sich mit derselben Ausdauer auf dem entgegengesetzten Ab-falle. Als hierauf Rosenberg in das Urserenthal zu debouchiren begann, warfsich Gudin rechts über die Gletscher und nahm Stellung auf dem Furcaberge,in der Absicht, sich, je nach den Umständen, des St. Gotthardts wieder zu be-mächtigen, oder gegen Luzern zu wenden. An demselben Tage eilte Lecourbe aufdie Kunde von der Annäherung der Russen das Reußthal hinauf, um Urseren zugewinnen; allein hier kam ihm der Feind zuvor; daher zerstörte er die Teufels-brücke und behauptete sich auf dem entgegengesetzten Ufer so lange, als es ihmmöglich war, die Wiederherstellung derselben zu verhindern; sofort zog er dasThal hinab und ließ alle vortheilhaften Punkte dieses engen Defilees besetzen.Souwarow konnte sich fetzt auf dem rechten Ufer bis zur Mündung der Reuß anden Urner-See Hinabziehen. Dort wird die Straße durch senkrechte Felsen amUfer des Sees unterbrochen. Gewöhnlich begiebt man sich von Fluelen zu Wassernach Brunen und von da das Muttenthal hinab nach Schwyz, wo die Straßewieder beginnt. Nach dem Plan der Verbündeten sollte Jellachich bis Schwyzvordringen und eine Flottille zur Ueberfahrt der Russen bereit halten. Aus seinerAbwesenheit und der festen Haltung der auf der entgegengesetzten Seite fechtendenfranzösischen Truppen schloß Souwarow, daß seine Untergenerale durch ein mäch-tiges Hinderniß festgehalten seyen. Sogleich beschloß er, Lecourbe's Corps über