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Musnicr , Morlot, Gobcrt und Grouchy's Reiterei) in die baskischen Provinzenein. 13,000 Mann unter Duhesme sammelten sich bei Perpignan; mehrere Di-visionen standen echellonirt auf den Straßen nach Süden; die große Armeemachte eine allgemeine Bewegung in ihre rechte Flanke; der Senat endlichdecrctirte eine Aushebung von 80,000 Mann.
Diese unermeßlichen Vorbereitungen, welche die Armee in Deutschland unver-mindert ließen und über die bestehenden Verträge weit hinausreichten, deuteten aufandere Plane, als die Unterwerfung Portugals, das keinen Widerstand geleistethatte. Allein der Madrider Hof hatte nicht einmal den Muth, Erklärungen zuverlangen. Es standen ihm mit Einschluß des Corps unter La Romana kaum10,000 Mann zu Gebot; man war nicht gerüstet zum Kriege und der Günst-ling Don Manuel Godoy, dem Napoleon einen Theil der Trümmer des HausesBraganza mit dem Titel eines Souverains in Aussicht gestellt hatte, konnte nurmit Mühe von diesen glänzenden Täuschungen zurück kommen. Man war unver-mögend, einen Entschluß zu fassen und beschränkte sich darauf, den Gouver-neuren der Städte und Provinzen aufzugeben, sie sollten sich vor jedem Bruche mitden Franzosen hüten.
In kurzer Zeit war ein großer Theil des spanischen Bodens überschwemmt.Duhesme rückte in Catalonien, die Division Darmagnac in Navarra ein. BeideGenerale verlangten gebieterisch den Eingang in die festen Plätze, deren Thore sichihnen öffneten. Figueras, Barcelona, St. Sebastian und Pampeluna erhieltenBesatzungen. ~ Die Gcncralcapitaine wähnten, man werde wenigstens die Citadel-len von Barcelona und Pampeluna respectiren. Allein man nahm Besitz vondenselben in Folge einer List und verachtungsvollen Kühnheit, welche das spa-nische Ehrgefühl tief verletzte und nicht die geringste Ursache der allgemeinen Gäh-rung war, welche sich in kurzer Zeit zeigte.
Darmagnac hatte seine Wohnung in der Nähe der Citadelle von Pampelunagenommen. In der Nacht vom 15 / 16 . Februar an barg er einen Zug Grenadierein seinem Hause. Am folgenden Morgen verbreiteten sich einige Soldaten wieaus Zufall auf der Esplanade und begannen eine Art Scheingefecht mit Schnee-bällen. Die Besatzung eilte auf die Wälle, um dem Scherze zuzuschauen. DieZahl der Franzosen häufte sich immer mehr unter den Beifallsbezeugungen derZuschauer; plötzlich warfen sich einige der ersten auf die Zugbrücke, entwaffnetendie Schildwache und bemächtigten sich der Gewehre der Wachmannschaft; indiesem Augenblicke eilten die Grenadiere aus der Wohnung des Generals mit Ge-wehr in Arm vor und drangen in die Citadelle ein, wohin denselben unmittelbardie ganze Division folgte.
Zwölf Tage darauf erhielt Duhesme in Barcelona durch eine ähnliche Listdasselbe Resultat. Unter dem Vorwande des Abmarsches hielt er große Heer-schau. Während der hiebei ausgeführten Bewegungen, welche die Aufmerksamkeitder arglosen Besatzung auf sich zogen, ward plötzlich das Hauptthor von denFranzosen besetzt und eine Abtheilung derselben drang in die Citadelle ein. DieGouverneure, gefesselt durch die Befehle ihres Hofes, unterdrückten stillschweigend