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[Band 1.]
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sich später im Namen Ferdinands VII. der Centralgewalt und erklärte sichzur obersten Junta der Regierung von Spanien und Indien.

Die Nachrichten aus Bayonne vollendeten den allgemeinen Aufstand. Spanienerfuhr mit Ingrimm, daß die Bourboncn auf die Krone verzichteten und eineangebliche Junta, welche sich auf fremdem Boden vereinigt hatte, sie JosephBonaparte übertragen habe. Das Geräusch der Waffen ertönte in allen Pro-vinzen. Man leistete Ferdinand den Eid der Treue und die Junta von Sevillawagte, im Namen des Königs, dem Kaiser der Franzosen den Krieg zu erklären.Die Junten von Galizien und Andalusien, ermuthigt durch die Hülfe der Eng-länder und durch die Nähe einiger Corps regelmäßiger Truppen, stellten zweiArmeen ins Feld, deren Operationen durch eine Menge kleiner Demonstrationenunterstützt wurden.

Ein Aufstand von so weitem Umfange war nicht leicht zu bekämpfen. Unterähnlichen Verhältnissen geschieht es gewöhnlich, daß man sich täuscht, den eigenenMangel an Voraussicht nicht anerkennt und nicht zugeben will, daß man häufigdie Grenzen der Geduld eines Volkes auf eine allzu harte Probe stellt. Die fran-zösischen Generale schienen vergessen zu haben, welcher Anstrengungen ein zurVerzweiflung gebrachtes Volk fähig ist. Eben so wenig erinnerten sie sich derLehren ihres Meisters, indem sie sich nach allen Richtungen zerstreuten und daheraußer Stande waren, einen entscheidenden Schlag auszuführen. Die Besatzungvon Madrid schien ihnen ein sicheres Unterpfand für die Unterwerfung des König-reiches; sie wähnten, es reiche hin, sich auf den übrigen Punkten zu zeigen, umdie Junten der Insurgenten zu stürzen. Alle Straßen waren besetzt mit französischenColonnen. Dupont überschritt mit seiner Reiterei und der Division Barbou (12,000Mann) die Mancha und rückte nach Andujar, um Sevilla zu bedrohen und einfranzösisches Geschwader, das im Hafen von Cadir festgehalten wurde, zu befreien.Junot erhielt Befehl, ibn zu unterstützen und 3000 Mann über Badajoz vorrückenzu lassen; Moncey, der Dupont's linken Flügel deckte, brach von Madrid an derSpitze von 6000 Mann und 800 Pferden auf und dirigirte sich gegen Valenzia.Diese drei Corps sollten das ganze südliche Spanien niederhalten. Zur selbigenZeit debouchirten 2 Colonnen, jede 4000 Mann stark, unter den Generalen Schwarzund Chabrand aus Barcelona und zwar der eine gegen Valencia, um seine Be-wegung mit derjenigen von Moncey zu combiniren; der andere auf Saragossa,wohin Lefebvre-Desnouettcs über Pampeluna ein neu errichtetes Corps (6 Re-gimenter) führte. Bessiöres endlich stand conzentrirt bei Burgos mit dem Auftrage,die Insurgenten Galiziens und der beiden Asturien im Schach zu halten und dieVerbindung mit Frankreich offen zu erhalten. Er war der einzige General, derseine Aufgabe löste.

Der Bischof von Santander hatte die ganze Provinz zum Aufstande gebrachtund sich der Städte Reynosa und Espinosa bemächtigt, mittelst deren Gebirgs-pässe er das Thal des Ducro bedrohte. 6 Bataillone setzten sich gegen ihn inMarsch; als sie jedoch zu Reynosa anlangten, brach der Aufstand zu Valladolidaus, daher gestattete ihnen der Marschall nicht, sich in das Gebirge zu senken