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Colonnen Nachmittags zwischen 1 und 2 Uhr in jener Richtung sich in Beweg-ung setzten, traf von dem General Vukassowich die Meldung ein, daß starkefeindliche Colonnen Qff) von Landshut her im Anmärsche seyen. Nachmittagsum 2 Uhr näherte sich Napoleons Vorhut, bestehend aus der baier'schen undWürttembergischen Reiterei tgg~) dem General Vukassowich und nöthigte diesen,sich auf die Höhen hinter Eggmühl zurückzuziehen. Diese Reiterei vereinigte sichim Thale der Laaber mit derjenigen von Lefcbvrc (//.-). Fürst Roscnberg, diegroße Gefahr erkennend, welche ihm drohte, gab die Höhen zwischen Schierlingund Laichling auf und beschränkte sich auf die Besetzung von Unter- und Ober-Laichling, des zwischen beiden liegenden Holzes und des Höhenzuges zu beidenSeiten der Hauptstraße von Eggmühl nach Rcgensburg dHIl'). Eine öster-reichische Batterie von 16 Geschützen (6) bestrich von dem Höhenzuge hinterEggmühl das ganze Laabcrthal und erschwerte den Franzosen das Vorrücken indemselben durch ihr wohlgerichtetcs Feuer längere Zeit. Jetzt ward die Brückevon Eggmühl und dieses Dorf mit dem Schlosse von den Württembergern ( hli)angegriffen und, obgleich von den Ocsterreichern auf das Hartnäckigste vertheidigt,unter dem Feuer einer vorwärts Schierling aufgeführten Batterie Qkj genommen.
Lefebvre und Davoust, welche zum Angriffe der bei Ober- und Unter-Laich-ling stehenden Oestcrreicher vorrückten 07), nöthigten diese nach einem heftigenGefechte zum Rückzüge nach Santing.
Unterdessen war ein Theil der Division Gudin, geführt von dem Bataillons-chef Pclet (* ), bei der Stangl-Mühle über die Laber gegangen (7/) und hatte sichdes dortigen Gehölzes bemächtigt, von wo aus sie den linken Flügel des Rvsen-berg'schen Corps bedrohte.
Mehrere Angriffe der baier'schen, württembergischen und französischen ReitereiCg g ) auf die Batterie bei (6) wurden von der österreichischen Reiterei (JJ)zurückgeschlagen; endlich aber ward ein Theil dieser Batterie von den Baierngenommen, und Rosenberg trat jetzt den Rückzug durch die rückwärtige Waldungüber Santing und gegen Alten - Eglofsheim an.
Erzherzog Carl hatte unterdessen die Bewegungen seines Heeres gegen Abach,Weihlohe und Luckenpoint geordnet und erfuhr Napoleons Ankunft an der Laaberzu spät; zwar schickte er dem Rosenberg'schen Corps auf der Stelle den Befehl,den ungleichen Kampf zu vermeiden und hinter den Pfatterbach zurückzugehen;allein Rosenberg, einmal mit den Franzosen engagirt, vermochte das Gefechtnicht so schnell abzubrechen.
Das 2te Corps ward von dem Erzherzog Carl schleunigst von Abach zurück-berufen und in die Stellung von Ober-Jsling (REj dirigirt. Das erste Re-serve-Corps mußte in die Stellung zwischen Thalmaßing und Gebelkofen (H),das 3te Corps in die Stellung zwischen Thalmaßing und SaNting ( MM) zurück-gehen. Letzteres hatte jedoch seine Aufstellung noch nicht ganz beendet, als Da-vousr's Colonncnspitzen Qnnj aus den Wäldern hervorbrachen, während Rosen-
'(*) Der große Geschichtschreiber der Feldzüge 1809 und 1813.