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[Band 1.]
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Erzherzogthum Oesterreich , einen großen Theil von Mähren, den Znaymer undBrünner Kreis, von Ungarn den nordwestlichen Theil, ganz Steyermark, Kärnthen,Krain, Jstrien und Fiume umfaßten.

Napoleon kehrte mit den Garden nach Schönbrunn zurück. Davoust undMassen« blieben in Mähren; die Corps von Marmont und Oudinot nebst derReserve-Reiterei bis zur Donau hinter sich; das sächsische Contingent und dergrößere Theil der italienischen Armee besetzten die Demarkationslinie an derMarch, Donau und Raab; der Ueberrest nebst den Württembcrgern zog nachSteyermark und Kärnthen; die Division Wrcde stieß wieder zu den übrigenbaierschen Truppen bei Linz.

Während der nächsten Tage setzte das österreichische Heer den Rückzug in demihm verbleibenden Theil Mährens fort; etwas später rückten die Corps desGrafen Bellegarde und Klenau's, der Fürsten Reuß und Hohenzollern, so wiedie Reserve nach Ungarn. Die Truppen Rosenbergs blieben in und bei Olmütz,Kollowrath stellte sich in der Gegend von Leitomischcl auf; Kienmayer, welchemdie in Böhmen versammelten Streitkräfte untergeordnet waren, bei Brir. Erz-herzog Carl, seinem Wunsche gemäß, des Oberbefehls überhoben, übergab den-selben am 31. Juli dem Fürsten Johann Liechtenstein.

Da der denkwürdige Kampf in Tirol den Umfang unseres Werkes über-steigt, so müssen wir darauf verzichten, denselben darzustellen. Auch des unglück-lichen Andreas Hofers, welcher auf Napoleons grausamen Befehl in Folge einesKriegsgerichtes zu Mantua erschossen wurde, können wir nur kurz erwähnen.

V.

Operationen in Polen.

Die Oesterreicher paffiren die Pilica (is. April). — Kapitulation von Warschau ( 19 .) —Schlacht bei Grochow (24.) — Treffen bei Gora (3. Mai). - Einnahme von Krackau ( 10 . Juli).

Die polnische Armee, obwohl sie nicht in unmittelbarer Verbindung mit dergroßen Armee stand, machte gleichwohl einen rühmlichen Feldzug. 19,800 Mannstark, welche Zahl während des Krieges verdoppelt wurde, stand sie unter demBefehle Poniatowsky's.

Anfangs hatte der Erzherzog Ferdinand die Initiative. Er überschritt diePilica bei Novemiasto, trieb die Polen bis nach Warschau, lieferte denselbenunter den Mauern der Hauptstadt ein glückliches Treffen, in Folge dessen eineConvention abgeschlossen wurde, welche ihm Warschau's Thore öffnete. Sofortbegann er auf dem linken Weichselufer zu manövriren, um sich Thor» zu nähernund den Preußen als Kern für eine neue Armee zu dienen. Er scheiterte jedoch