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Nun brach Napoleon auf, dem zu begegnen. Er ließ in Dresden und Pirnaum die Rußen unter Benningsen in Schach zu halten. Samt Cyr und Mouton(ein reorganisirtcs Corps). Unter Murats Befehl stellte er Victor, Lauriston, Po-niatowsky, und gab diesen den Auftrag, dem Generalissimus der VerbündetenSchritt für Schritt die Leipziger Straße streitig zu machen. Er selbst dirigirteMarmont, Macdonald, Souham und die Garde längs des Elbeufers in zweiColonnen nach Torgau und Eilenburg, um sich dort mit Ney zu verbinden undBernadotte und Blücher zusammen eine Schlacht zu liefern.
Unterdessen hatte der Letztere am 2ten Oktober, nachdem er auf der Schwarz-Elster alle Fahrzeuge, die aufzubringen waren, in die Elbe gesendet, beim DorfeElster zwei Schiffbrücken geschlagen, die er folgenden Tags unter dem Feuer seinesGeschützes übersetzte. Gegenüber stand Bertrand in Wartcnburg *). Ein heftiges
Preußen:
35 3 /4 Bataillone.44 Schwadronen.32 Geschütze,etwa 24000 Mann.
*) Stärke der Heere.
Franzosen:
Division Morand n Bataillone.
Division Fontanelli 14 Bataillone.
Division Franquemont 8 Bataillone.Reiter-Brigade Beaumont 12 Schwadronen,24 Geschütze. 14—15000 Mann.Aufstellung der Franzosen,in und bei Wartenburg. BB) Division Franquemont (Württem-Division Fontanelli, in Reserve bei Glvbig.^ DD) Die Reiterei
A/l) Division Morand,berger) bei Bleddin. CC)unter Beaumont vor Globig.
Am 3ten Oktober Morgens 7 Uhr geht Prinz Carl von Mecklenburg mit seiner Brigadeüber die Elbe, und wirft eine feindliche Plänklerkette gegen Wartenburg zurück; dieser Be-wegung folgen die Brigade des Obersten Steinmetz (66) die 7te Brigade (///?) und späterdie 8te Brigade (l /).
Ein Versuch, das Dorf Wartenburg in der rechten Flanke anzugreifen, muß von demPrinzen Carl, wegen deS vorliegenden Sumpfhvlzes und der dortigen Terrain-Schwierig-keiten aufgegeben werden. Prinz Carl zieht daher mit seiner Brigade dicht an der Elbe hin(KK) gegen Bleddin; von den Einwohnern in Kenntniß gesetzt, daß sich hinter Bleddin einefreie Ebene gegen Wartenburg ausdehne, holt er Reiterei, 16 Geschütze und die 7teBrigade zur Unterstützung.
Unterdessen hat der Oberst Steinmetz seinen Aufmarsch Wartenburg gegenüber, untereinem lebhaften Geschühfeuer der Franzosen, bei ( LL ) vollendet. Er löst einige Bataillonein eine Plänklerkette iPP) auf und sucht gegen Wartenburg vorzudringen. Die Preußenwerden hier durch ein anhaltendes Feuer in ihren Fortschritten mehrere Stunden aufgehalten.
Nachdem man die Ueberzeugung gewonnen, daß die Stellung von Wartenburg in derFront nicht zu nehmen sey, beschließt man bei Bleddin durchzudringen und von dort aus dieHauptstellung der Franzosen zu umgehen, während Oberst Steinmetz den Befehl erhält, seineAngriffe fortzusetzen, damit der Feind abgehalten werde, Truppen nach Bleddin zu entsenden.
Nach mehrstündigen Anstrengungen gelingt es dem Prinzen Carl, Geschütz über diekleine Streng und durch das Holz zu bringen, worauf er in die Ebene des SchlltzbergeSvorrückt und in Echelons (iViV) zum Angriff von Bleddin schreitet. Seine Reiterei ( B ) folgtdieser Bewegung.
Graf Franquemont leistet mit den Württembergern auf dem Elbdamme und bei Bleddinder feindlichen Uebermacht mehrere Stunden lang den hartnäckigsten Widerstand. Als aber
Plan zumTreffen beiWartenturg3. Oktober.