679
gegen 2 Uhr hinter Liudenau [UV) zurückgedrängt, wo sie, mit frischen Truppen verstärkt,die Offensive wieder ergreifen, und den General Giuluy nöthigen, his Klein-Zschocher zu-rückzuweichen, Er hat 2000 Mann verloren; doch auf den Gang der Schlacht auch bedeu-tend eingewirkt, indem er den Feind gezwungen, namhafte Kräfte gegen ihn zu entwickeln.
17. Don der schlesischen Armee weiß man den ganzen Tag über nichts Gewisses, Loch hat eSder immer lauter werdende Kanonendonner — er dauerte bis Mitternacht — verkündet, daßBlücher dort in Thätigkeit sey.
Preußen:
Das Corps Dorfs:Russen:
Schlacht bei Möckern.-ck. Schlesische Armee:343/-* Bataillone43 Schwadronen104 Geschützedas Corps der GeneraleLängeren und Saken . .
214-19 Mann.
20000 Mann.
41419 Mann.
ß. Franzosen:
73 Bataillone, 20 Schwadronen, 140 Geschütze:. 34000 Mann.
Blücher in Schkeuditz hat am 16. früh 6 Uhr die Reiterei von Langervn's CorxS auf deralten Salzstraße abgesendet; eine vorgenommene Recognoscirnng veranlaßt ihn, die domini-renden Höhen von Radefeld zu gewinnen. Er selbst ist mit Dork's Reiterei gegen Lütschenavorgegangen. Um 8 Uhr sieht er bei Lindenthal 2000 Mann Feinde, sonst nichts von Bedeu-tung. Er vernimmt, daß Podelwitz vom Feind stark besetzt sey, und vermuthet, daß dorteine Hauptmacht des Feindes postirt wäre.
Alsogleich dirigirt er das ganze Corps Langeron's dahin. Dork soll »ach Lindenthal vor-rücken, Saken sich in Reserve halten (JW. So geschieht. Zur selben Zeit trifft Lord Stuartaus dem Hauptquartier Bernadotte's mit der Nachricht ein, daß die rückkehrende Nordarmeetrotz Blüchers Vorstellungen nicht nach LandSberg aufgebrochen, sondern nach Halle marschire.Auf diese war also heute nicht mehr zu zählen. Blücher rückt gleichwohl vorwärts. Wäh-rend Dork {A) im Marsch begriffen, zeigen sich immer mehr feindliche Colonnen zwischenWahren und Lindenthal, die sich langsam nach Möckern zurückziehen, und förmliche Schlacht-ordnung formiren.
Dork ist nachgerückt — somit von Längeren getrennt! Aber was vermag nicht Bravourunter kraftvoller Führung! Möckern soll gestürmt werden, welches Marschall Marmont unterdem Schutz seines ganzen Heeres, das in der Linie (<-«) steht, beseht hält. Wie dieser bemerkt,daß der Hauptangriff des Feindes sich gegen seinen linken Flügel wendet, schwenkt er in Bri-gaden ein Achtel links (*6), stellt die 2te Division seines Corps in und hinter Möckern, dieite in der Mitte, und die dritte auf dem rechten Flügel, die Reiterbrigate Normann hinterMöckern, die Brigade Lorge rückwärts an der Straße von Lindenthal (<*) auf. — Seine zahl-reiche Artillerie deckt die Front dieser neuen Linie.
Während eines lebhaften Geschützfeuers gehen 4 Bataillone der preußischen Vorhut unterdem Major Hitler (ß), gedeckt durch das Feuer einer zwölfpfündigen Batterie (.11), zum An-griff auf Möckern vor, während die übrigen 5 Bataillone der Vorhut hinter Wahren in Re-serve zurück bleiben. Dieser Angriff wird von dem 2. französischen Marine-Artillerie-Regi-mente unter dem General Lagrange zurückgewiesen. Bei einem zweiten Angriffe wird Möckernzwar momentan von den Preußen genommen, doch vermögen diese sich nicht in dem Dorfezu behaupten, und werden von den Franzosen wieder daraus vertrieben. Erst nachdem MajorHitler seine sämmtlichen Bataillone herangezogen hat, gelingt es ihm nach den größten An-strengungen, sich des brennenden Dorfes zu bemächtigen und sich darin festzusetzen.
Während dieses blutigen Kampfes sind die Preußen bis ß. vorgerückt. Sakens Reservetrifft in X. ein. Marschall Marmont dringt an der Spitze von 4 Bataillonen auf dem lin-
87