683
folgt. Mortier erhält Befehl, mit 2 Divisionen der jungen Garde, dessen Stellung beiLindenau einzunehmen ( TT). Auch befiehlt er das Schlagen mehrerer Brücken neben derLindenauer Straße, was aber unterbleibt.
27) Mit Tages Anbruch erfährt Fürst Schwarzenberg, daß der Feind sich zurückgezogen.Seine sämmtlichen Corps haben Befehl um 8 Uhr vorzurücken. Um diese Zeit dringt die iteColonne (» gegen Dölitz von Dösen vor. Die Franzosen sind gegen 10 Uhr in die Stellungzwischen Lößnig und Probstheyda zurückgedrängt. Um diese Zeit ergreift Oudinot mit 2Divisionen der jungen und mir einer Division der alten Garde (/-') die Offensive und wirftden rechten Flügel der Oesierreicher bis über Dösen hinaus zurück. Es kommt hier zu leb-haften Cavalerie-Gefechten. Dösen wird von den Oesterreichern wieder genommen, weitervermögen sie jedoch nicht vorzudringen. Die österreichischen Batterien fahren in der Linie vonDölitz nach der Meusdorfer Ziegelscheune auf (,»»-). Die Batterie» der Franzosen stehenhinter dem von Probstheyda nach Connewitz ziehenden Bache (J/'Jlt). Ihr rechter Flügelbehauptet sich in Lößnig. Wegen der Heftigkeit des Gefechtes ertheilt Schwarzenberg derleichten Division Crennewille die eben auf dem Marsch nach der Elster begriffen ist Befehl, beiGautsch (v.v) Halt zu machen. Eben dahin dirigirt er zur Herstellung der Verbindung mitGiulay eine russische Grenadier- und eine Kürassierdivision. Auch Giulay schickt eine Bri-gade dahin ab. Diese Truppen werden dadurch dem Hauptgefechke entzogen.
28) Kleist rückt mit der 3ten Brigade und der Reiterei seines Corps über Gvffa nach derSchäferei Meusdorf, das I3te russische Corps zieht sich gegen den Galgenberg und rechts Pah-len mit der Reiterei auf Liebertwolkwitz. Die russisch- preussische Reserve folgt hinter Kleist.
Der Feind wird von allen Höhen auf dem Weg dahin vertrieben, er ziehl sich auf Prvbst-heyda zurück wo er sich aber in solch achtbarer Haltung etablirt, daß Kleist um io Uhralle weitere Unternehmung gegen ihn einstellt bis die 3te Colonne eingetroffen die bei Holz-hausen und Zuckelhausen aufgehalten worden ist. Die Reserve der Alliirten ist auf den Hö-hen der alten Ziegelscheune eingetroffen. Von dort aus überschauen die Svuveraine und FürstSchwarzenberg die Schlacht.
20) Gegen 2 Uhr erhält Kleist Befehl, Probstheyda anzugreifen. Das Dorf mit seinenLehmmauern, und zum Theil massiv gebauten Häusern ist nunmehr das Centrum des Fein-des. Er hat es auf beiden Seiten mit einer zahlreichen Artillerie gedeckt; daS 2te und 5leCorps vertheidigen eS, und hinter dem Dorf steht die Garde.
Der Angriff der Preußen, obwohl mit großer Tapferkeit ausgeführt, gelingt nichtProbstheyda wird zwar mehreremal von ihnen genommen, zuletzt aber von den Franzosenbehauptet. Die Verbündete» weichen in die nächste Vertiefung zurück, und beschränken sichhier auf einen lebhafte» Geschützkampf.
30) Ziethen und Klenau, von der 3ten Colonne, nehmen Holzhausen und Zuckelhausengegen ii Uhr Mittags. Beuningsen folgt mit dem Gros seines Heeres dieser BewegungSeine Vorhut, welche über Baalsdorf vorrückt, wird von dem 2ten französischen Reitercorps(Macdvnald) angefallen, dieses aber von der Reiterdivision Tschaplitz und von Pahlens Rei-terei hinter Zweynaundvrf zurückgeworfen. Gegen 2 Uhr sind die Franzosen in die Stellung
von Lößnig über Stötteritz und PaunSdorf zurückgedrängt. Die Verbündeten habendiesen gegenüber die Linie s-r) inne.
31) Die österreichische leichte Division Bubna und die Kosaken unter Plakof sind schon Vor-mittags um 10 Uhr über Sommerfeld gegen Melkau und Paunsdorf vorgedrungen (y,/), ha-ben das bei Holzhausen stehende Ute Corps im Rücken beunruhigt, finden aber bei Pauns-dvrf durch das 7te Corps ernstlichen Widerstand. Bubna wartet daher die Ankunft der Nord-armee ab, mit welcher die Kosaken die Verbindung eröffnen; letztere kommen der zum Utenfrauzösilchen Corps gehörigen württembergischen Cavalerie-Brigade vvn Nvrmann, die gegenTaucha vorgerückt ist (V), in den Rücken, worauf diese zu den Verbündeten übergeht.
32) Der Kronprinz von Schweden hak das ihm zugetheilte Corps Längeren nach Tauchabeordert; aber 10 Uhr ist's, die Kanonade der böhmischen Armee hat längst begonnen, Blü-