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[Band 2.]
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König Joseph hatte auf der Höhe vcn Montmartre als Oberbefehlshaber seinHauptquartier aufgeschlagen und leitete bis 11 Uhr die Bewegungen der Schlacht-

tes Generalmajors von Stockmayer und dem Infanterie-Regiment Nr. 7, die links stehendeaus der Brigade deS Generalmajors Prinzen von Hohenlohe bestand; zur unmittelbaren Un-terstützung dieser zwei Colonnen befanden stch in weniger Entfernung die vier österreichischenGrenadier-Bataillone des vierten Armee-Corps. Im zweilen Treffen standen die Brigaden derGeneralmajore von Misani und von Lalance in Bataillons-Colonnen in Bereikschaft. Daserste Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 4 hielt das Dorf Nogent besetzt, um die linkeFlanke der vorrückenden Colonnen zu sichern.

Auf erhaltenen Befehl rückte der Generalmajor von Stvckmayer mit seiner Brigade aufder Straße von Neuilly gegen den mit einer hohen und dicken Mauer umgebenen Park vonDincennes vor; er drang ohne Widerstand durch dessen schwach besetzten Eingang und schicktevon demselben aus ein Bataillon rechts gegen das Schloß Dincennes, während er mit denandern Bataillonen die feindlichen Vorposten bis an den Ausganz des genannten Parks gegenSt. Maur zurückwarf und nun gegen dieses Dorf selbst vorgieng. Der Generalmajor Prinzvon Hohenlohe rückte mit seiner Brigade zur gleichen Zeit links von der Straße von Neuillyvor und drang durch eine von den Zimmeileuten in der erwähnten Ringmauer gemachteOeffnung in den Park von Dincennes; er schickte das erste Bataillon des Regimens Nr. 2dem Saume des Waldes entlang, zum Angriff vor, während er mit dem Hauptlheile seinerBrigade zur Unterstützung folgte; durch welche Mitwirkung das Uuternehmen des General-majors von Stockmaper wesentlich erleichtert wurde.

Nachdem die feindlichen Plänkler gegen St. Maur zurückgedrängt worden waren, ließ derGeneralmajor von Stvckmayer auf den zunächst an der Brücke befindlichen Theil diesesDorfes stürmen. Am Eingänge desselben hatte der Feind eine Batterie von 8 Kanonen auf-gestellt, womit er sowohl die Zugänge deS Parks, als die Brücke über die Marne bestreichenkonnte. Der Sturm gelang, dem heftigen Kartätschen- und Kleingewehrfeuer des Feindesungeachtet, vollkommen. Das leichte Infante ie-Regiment Nr. 10 eroberte 7 Kanonen, warfden Feind aus St. Maur gegen Charenton zurück und nahm demselben mehrere Gefangene ab.

Die Brigade von Stvckmayer wurde nun gegen Dincennes gerichtet; da dieses Schloßjedoch nicht ohne große Opfer hätte erstürmt werden können, so begnügte man stch mit dessenEinschließung, wobei die Brigade des Generalmajors von Lalance mitwirkte.

Die Brigade des Generalmajors Prinzen von Hohenlohe erhielt dagegen den Auftrag, stchin Verbindung mit den vier österreichischen Grenadier-Bataillonen des Dorfes Charenton undder dortigen Brücke über die Marne zu bemächtigen. Eine Abtheilung Infanterie und dieZöglinge der Veterinär-Schule von Alfort vertheidigten diesen Posten. Das Infanterie-Regi-ment Nr. 2, das erste Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 3 und zwei österreichische Gre-nadier-Bataillone marschirten unter der Anführung des Generalmajors Prinzen von Hvhen-lohe gerade durch den Wald von Dincennes gegen das Dorf, während das zweite Bataillondes Infanterie-Regiments Nr. 3 längs der Marne hinunter vorrückte. Der GeneralmajorPrinz von Hohenlohe drang mit zwei Bataillonen im Sturmschritt in das Dorf, warf denFeind nach einer hartnäckigen Gegenwehr bis an die Brücke zurück, und behauptete stch allerAnstrengung des Feindes ungeachtet in Charenton.

Nun rückte das Grenadier-Bataillon Lany, welchem das Grenadier-Bataillon Hromadazur Unterstützung fclgte, gegen die Brücke selbst vor und erstürmte dieselbe, da die Minen,mit welchen der Feind sie sprengen wollte, ver-sagten. Alle späteren Versuche des Feindes, sichder Brücke wieder zu bemeistern, waren vergeblich.

Die genannten Grenadier-Bataillone und die Brigade Prinz von Hohenlohe eroberten dieoben erwähnten 8 Kanonen und machten über 100 Gefangene. Von den Zöglingen der Ve-