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In der Hoffnung, Beresford, der sich zur Umgehung der Hügel von Montaudran linkszog, werde ihn unterstützen, formirte Freyre zwei Angriffscolonnen, von denen die eine sich( P ) rechts gegen die Brücke von Matabiau, die zweite (Q) gegen die vorgeschobenen Werkeder Höhe von Calvinet wandte. Soult befahl dem General Darmagnac, der Colonne rechts2 Jnfanterieregimenter (/,/.) entgegen zu schicken, während i Bataillon ( l) aus dem Brücken-köpfe von Matabiau debouchirte; diese beiden Truppenabtheilungen griffen die spanischeColonne in der Flanke an, und zwangen sie zum schleunigen Rückzüge. — Die Colonnelinks ward durch das heflige Geschützfeuer aus dem Werke von Calvinet zum Umkehren ge-zwungen. General Alten that dem Verfolgen der Franzosen durch eine Flankenbewegung(it, S) Einhalt.
Um die Mittagstunde ertheilte Wellington dem General Hill Befehl, die Angriffe auf dieVorstadt St. Cyprien zu erneuern. Picton ward zur Verstärkung Freyres herangezogen undBeresford sollte (V , X) die Höhen von Calvinet auf dem linken Flügel angreifen. Hill'SAngriff (T) scheiterte jedoch an der Vertheidigung der Franzosen. Auch auf dem rechtenGaronne-Ufer von der Mündung des Kanals bis zur Brücke von Matabiau fand nur einerfolgloses Gewehrfeuer statt.
Soult, Beresford entgegen, zog eine Brigade der Division Marasin aus St. Ciprienum den Kamm der Höhen bei Montautran zu besetzen, welche jedoch nicht zeitig genug an-langte. Beresford, durch Freyre's Unfall ausgehalten, schwenkte den Höhen von Calvinetgegenüber rechts ein (YY); allein das lebhafte Feuer aus den französischen Schanzen be-stimmte ihn den Angriff in der Fronte aufzugeben und seinen Marsch gegen Montautranweiter fortzusetzen. Hieraus Nutzen zu ziehen, zog Soult die Brigade Rey der DivisionTaupin (gg) rechts hinter die Schanze Sypiere (n) und ließ die Brigade Gasquet derselbenDivision auf dem Wege von Caraman in gleicher Höhe vorrücken («) um den Feind in derrechten Flanke anzufallen, während General Berto» (/-/-) mit seiner Reiterei in die linkeFlanke einzubrechen Befehl erhielt.
Marschall Beresford, der Schanze Sypiere gegenüber angelangt, entwickelte die DivisionCole ( A ‘) in 2 Linien, während die Division Clinton ( B‘B ‘) etwas weiter rechts sich in Co-lvnne formirte. Taupin, welcher mit einer seiner Brigaden («) gegen die Division Colevorrückte, ward von dieser in Unordnung gebracht und geworfen; sein unordentlicherRückzug riß noch die Besatzung der Schanze Sypiere und die ankere Brigade (») mit sichfort und sie sammelten sich erst beim Hause Cambon wieder. Beresford besetzte sodann denKamm der Höhen (C'C) bis zu der Augustiner-Schanze, während Soult mit den Trüm-mern der Division Taupin und der Brigade Roguet (//;/) eine neue Linie bildete, welche sichrechts an die Brücke von Montaudran und links an die Schanze von Colombier lehnte;eben dahin zog sich auch die Reiterbrigade Verton zurück.
Jetzt befahl Wellington dein Marschall Beresford, die Augustiner-Schanze und die SchanzeColombier von der Rückseite anzugreifen und eine starke Colonne gegen die Brücke vonMontaudran zu dirigiren. Freyre erhielt Befehl, den Angriff auf die große Schanze zu er-neuern, und die Reiterbrigade Kotton (0'), welche den Rücken über Montaudran umgangenhatte, sollte sich gegen die Vorstadt St. Michel bewegen.
Soult, der jetzt eine starke feindliche Colonne gegen die Brücke von Montaudran an-rücken sah, ertheilte der Division Harispe und Villatte den Befehl, sämmtliche Schanzen deslinken Flügels zu räumen. Diese Divisionen zogen sich in Ordnung an den Fuß der Höhe( }>p ) und von da nebst den Truppen des rechten Flügels über den Kanal zurück, woraufFreyre die Höhen der großen Redoute (C) besetzte.
In der Nacht vom 1l.—12. April zog Soult mit Zurücklaffung von 1500 Kranken undVerwundeten auf der Straße nach Montpellier ab. Am 12. April hielt Wellington seinenEinzug in Toulouse.