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[Band 2.]
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XX) Die drei Infanterie-Divisionen der Garde Friant, Morand, DuheSme, vordem Pachthof Rofomme.

Y) Die leichte Reiter-Division der Garde, unter Lefebre-Desnouettes rechts.

Z) Die Grenadiere zu Pferd und die Dragoner der Garde links.

Um halb eilf Uhr war diese Aufstellung vollendet. Napoleon ritt durch die Linienund ward mit Begeisterung empfangen. Sofort begab er sich auf die Höhe vonRosvmmc, von wo er das ganze Schlachtfeld übersah.

Seine Absicht ging dahin, La Haye-Sainte und dann La-Haye zu nehmen. ZehnBataillone standen vor dem ersten Corps, um diesen Angriff vorzubereiten. ZweiDivisionen des ersten und zwei Divisionen des sechsten Corps sollten ?«• Haye-Sainte und die beiden andern des ersten Corps La-Haye zu Angriffsobjekte wählen.Die Reiterei der Mitte sollte zu diesem Angriff mitwirken *).

Verlauf der Schlacht.

1) Morgens um halb 12 Uhr ward der vor dem Schlosse Hougvmont gelegeneErlenbusch von einer Brigade der Division Jervme Bonaparte angegriffen und ge-nommen l ««', und bald sahen sich die Engländer auf die Vertheidigung der Ge-bäude beschränkt; 6 englische Compagnien, ein brauschweigisches und ein nassauischesBataillon nahmen den Erlenbusch wieder und behaupteten sich darin gegen alle An-griffe der Division Jerome. Um den Erlenbusch wurde den ganzen Tag über mitabwechselndem Erfolge gekämpft. Während dieses Gefechtes verließ das braun-schweigische Corps (/)) seine Stellung bei Merbe-Braine und rückte (b) hinter denrechten Flügel des ersten Treffens, wo es die zur Verstärkung von Hougvmontentsendeten englischen Truppen ersetzte.

2) Unterdessen hatte Marschatt Ney, dem der Befehl über das Centrum undden linken Flügel übertragen war, alle Vorkehrungen zum Angriff getroffen undließ Napoleon hievon Meldung erstatten. Dieser gewahrte jedoch in demselbenAugenblicke Rauchwolken in der Richtung von St. Lambert und befahl den DivisionenDomont und Subervie, sich im Hacken hinter dem rechten Flügel (oo) aufzustellenund auszukundschaften, ob die heranziehenden Truppen Preußen oder Grouchy's Di-visionen seien. Als aber die Meldung eintraf, die heranziehenden Truppen seien dieVorhut des 30,000 Mann starken Bülow'schen Armee-Corps sce), so ertheilteNapoleon dem General-Lieutenant Lobau Befehl, sich mit den 2 Divisionen SimmerJcamin rechts zu wenden und die Preußen in einer gutgewählten Stellung aufzu-halten. Diesem Befehle gemäß stellte sich General-Lieutenant Lobau hinter die zweiReiter-Divisionen Domont und Subervie aus (dd).

3) Jetzt erhielt Marschall Ney den Befehl, sich des Pachthofes La-Haye-Saintezu bemächtigen und sofort Papelote und La-Haye anzugreifen, um den Engländerndie Verbindung mit den Anrückenden abzuschneiden. Um 2 Uhr setzte sich das ersteArmee-Corps in 4 Angriffs-Colonnen in Marsch. Die erste (e) unterstützt vonder Kürassier-Brigade des Grafen Valmy, rückte gegen La-Haye-Sainte; die zweite(/) von der dritten (g) unterstützt marschirte gerade gegen die Stellung derEngländer; die vierte, aus der Division Durutte bestehend, wendete sich (h) zumAngriffe der Höfe Papelote und La-Haye.

Die zweite Colonne stieß auf die nur 2 Mann hoch stehende niederländischeDivision Perponchcr, auf welchem Vormärsche sie von einigen im Straßengraben

*) Cs ist unbezweikelt. daß Naroleon. als er seine Disposition zum Angriff entwarf, durch-aus nickt erwartete, daß die preußische Armee die Ausführung derselben auf eine so unver-hoffte Weise stören würke. (Grolmann.)